Starnberg Saubere Badegewässer

Landratsämter vergeben überwiegend gute Noten - zum lustvollen Sprung ins Nass fehlt nur das richtige Wetter.

Von bene, pro, sum

StarnbergImmer wieder Wolken und starke Gewitter - derzeit lädt das Wetter nicht gerade zum Baden ein. Davon abgesehen steht einem Sprung ins kühle Nass in diesem Sommer nichts im Wege. Die Badegewässerqualität im Fünfseenland ist nämlich sehr gut. "Alle Werte sind in Ordnung", sagt die Pressesprecherin des Landratsamts Starnberg, Barbara Beck. Das gleiche Resultat vermeldet die Kreisbehörde in Landsberg, die mit für den Ammersee und das Gemeindebad Schondorf zuständig ist.

Saubere Aussichten: Die Wasserqualität des Starnberger Sees ist super, was fehlt ist das richtige Wetter. Denn es soll kühl am Wochenende werden, so dass viel Platz auf der Liegewiese in Percha sein wird.Foto: Joerg Koch/dapd

(Foto: dapd)

Einmal im Monat kontrollieren die Landratsämter bis Mitte September auch die sogenannten EU-Badegewässer. 360 davon gibt es in ganz Bayern, im Landkreis Starnberg sind es neun Strandabschnitte und Buchten am Starnberger See, Ammersee, Pilsen-, Weßlinger und Wörthsee. Allen bescheinigt das Landratsamt Starnberg mit drei Sternen eine ausgezeichnete Wasserqualität.

Weitere Badeplätze, ob an den großen Gewässern oder am Gilchinger Baggersee, untersucht die Behörde ebenfalls alle vier Wochen. Auch dort ist die Qualität einwandfrei. Die Werte liegen weit unter den zulässigen Grenzen für Bakterien und Organismen, die mit menschlichen oder tierischen Fäkalien ausgeschieden werden. Derzeit sind auf der Homepage der Kreisbehörde (www.lkr-starnberg.de) noch nicht für alle Badeplätze die jüngsten Messungen vom 23. und 24. Mai eingestellt. Bis zum kommenden Montag werde die Seite aber aktualisiert, sagte Beck. Auch für die Würm fehlen noch die Werte. Proben werden dort allerdings erst von Juni an genommen, weil es sich bei dem Fluss nicht um ein Badegewässer im eigentlichen Sinn handle, wie der Leiter des Gesundheitsamts, Harald Staskiewecz, sagt. Generell gelte: Die Werte seien mit dem Betrieb der UV-Anlage im Klärwerk besser geworden.

Es gibt aber auch Problembereiche. Am Ammersee ist es etwa der Badeplatz Aidenried. Leider komme es dort immer wieder zu Treibholzanschwemmungen und zu Verunreinigungen durch Gänsekot, warnt die Weilheimer Kreisbehörde. In diesem Frühjahr wurde das alte Treibholz am Badeplatz entfernt, so dass der Zugang zum See wieder möglich ist. Am Starnberger See in Bernried, wo in früheren Jahren wegen des Schadstoffeintrags belastet war, ist die Wasserqualität gut geworden.

Ein Ärgernis bleibt weiterhin der Gänsekot. Besonders betroffen sind Teile der Osterseen. Während auf der Liegewiese am Raistinger Weiher die Hinterlassenschaften der Wasservögel zurückgegangen sind, nahm diese jedoch am Staltacher See, also im Bereich der Osterseen, erneut zu. Darauf weist das Weilheimer Gesundheitsamt hin. Es warnt deshalb vor Kontakt mit Vogelkot, da dieser Krankheitserreger trage, die zu Durchfall führen könnten. Klar ist auch: Die Qualität des Seewassers kann durch starken Regen und durch Hochwasser negativ beeinflusst werden. Der Tipp daher: Bei Anzeichen auf verschmutztes Wasser nicht hineingehen, sondern die Ämter verständigen.