Starnberg CSU ist bereit zur Zusammenarbeit

Starnberger Ortsverband erwartet Weichenstellungen für 2016

Der Ortsverband der Starnberger CSU, der 2016 sein 70-jähriges Bestehen feiern wird, hat für das kommende Jahr seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit in allen Themenbereichen signalisiert. Im Rahmen der Weihnachtsfeier, die zur gleichen Zeit stattfand wie das Jahresabschlussessen des Stadtrats, bat CSU-Ortsvorsitzender Stefan Frey jedoch um mehr demokratisches Miteinander: "Starnberg ist auch künftig kein Königreich", sagte er, "und der Stadtrat nicht nur lästiges Anhängsel". Künftig müssten die Mitwirkungsrechte der Stadträte beachtet werden. Der CSU-Ortschef erinnerte in diesem Zusammenhang an den Antrag zu Verbesserungen bei der Schülerbeförderung, der - obwohl rechtzeitig gestellt - in den beiden letzten Sitzungen des Stadtrates ohne Berücksichtigung blieb hatte. Das Bussystem wird am 1. Januar umgestellt.

Frey mahnte rasche und endgültige Weichenstellungen bei den großen Starnberger Themen an - der Entlastung Starnbergs vom Durchgangsverkehr sowie der Seeanbindung. Bei den wichtigsten Themen sei entgegen den Aussagen im Wahlkampf absoluter Stillstand eingetreten. Erfreulich sei dagegen die Genehmigung des Autobahn-Halbanschlusses des Gewerbegebietes Schorn, die Frey auf das Engagement der CSU zurückführt. Von "Radikalopposition", von der Bürgermeisterin Eva John jüngst gesprochen hatte, könne schon deshalb keine Rede sein, sagte Frey. Der mittlerweile mehr als 200 Mitglieder starke CSU-Ortsverband verzeichnete 2014 und 2015 einen Mitgliederzuwachs. Allerdings verließen 2015 auch insgesamt neun Personen den Ortsverband: Bürgermeisterin Eva John, WPS-Chef Günther Picker und BMS-Chef Josef Pfister mussten die CSU aufgrund eines Urteils des Parteischiedsgerichts verlassen. Sie hatten 2014 und 2015 bei den Kommunalwahlen ohne Genehmigung auf eigenen Listen kandidiert. Zwei Mitglieder verstarben.