Seeshaupt Seeshaupter Pläne

Erste Überlegungen zur Dorfentwicklung haben begonnen

"Wir brauchen einen Planer" - das war bislang stets der Punkt, an dem alle Diskussionen der Arbeitsgruppen zur Seeshaupter Dorfentwicklung endeten. Nun aber hat das Münchner Büro "Plankreis" diese Aufgabe übernommen: Die Architekten und Stadtplaner sind seit 30 Jahren ausschließlich für kommunale Auftraggeber in den Bereichen Stadtplanung und öffentliche Raumgestaltung tätig. Sie gestalteten die Ortsdurchfahrt von Farchant nach dem Bau des Tunnels oder in nur zehn Monaten das Zentrum von Krün, rechtzeitig für US-Präsident Obamas Besuch beim G7-Gipfel. Ein dreiköpfiges Team kümmert sich nun um die Dorfentwicklung in Seeshaupt .

Stadtplanerin Susanne Dorner zeigte sich begeistert bei der Vorstellung im Gemeinderat von der einzigartigen Lage des Ortes zwischen Starnberger See, Osterseen und Alpen. Es gebe aber auch Schwachstellen. Zunächst verschafften sich die Planer per Ortsbegehung sowie Einsichtnahme in alte und neue Pläne und Kataster einen ersten Überblick; bei einem Treffen im Gemeindesaal ließen sie sich von verschiedenen Arbeitsgruppen über bisher geleistete Vorarbeiten informieren. Fast 40 Bürger waren gekommen, die jeweiligen Projektgruppenleiter präsentierten kurz den Entwicklungsstand. Beschilderung, Energie und Sicherheit, Seeshaupt als Fairtrade-Gemeinde, der Aktionstag "Seeshaupt erleben", Geschäftsstruktur, Bürgerzentrum und -platzl, Tourismus und Verkehr sind die Themen, die Seeshaupt beschäftigt.

Stadtplaner Jochen Gronle und Landschaftsarchitekt Michael Heintz dämpften aber allzu hohe Erwartungen: Ein Dorfentwicklungskonzept sei als Fahrplan für mögliche Entwicklungen zu verstehen, aber kein Bebauungsplan, der einfach umgesetzt werden könne. Zunächst sei es um einen ersten Überblick gegangen. Am 19. Oktober ist eine Bürgerversammlung geplant.