Marktsonntag in Starnberg Chansons, Rabatte und ein Donnerwetter

Die Aktion beginnt mit strahlendem Sonnenschein und endet vorzeitig im Regen. Große und kleine Besucher freuen sich über Musik und Ponyreiten, Autofahrer stehen im Stau.

Von Carlotta Cornelius

Was mit strahlendem Sommerwetter begann, endete in diesem Jahr turbulent. Unwetterwarnungen und Verkehrschaos sorgten dafür, dass der verkaufsoffene Marktsonntag in der Starnberger Innenstadt etwas anders ablief, als geplant. So trafen Besucher trotz guten Wetters zunächst ein wenig schleppend ein und allein die Plätze mit den Hauptattraktionen konnten einen frühen Andrang verzeichnen. Dabei lockten vor allem Wittelsbacherstraße und Maximilianstraße von 13 Uhr an mit Attraktionen und Rabatten in den hiesigen Geschäften.

Die Band Klangzeit von Johann Zeller und Marie-Josefine Melchior spielt Chansons als Ersatz für die ausgefallene Französische Woche.

(Foto: Nila Thiel)

Kinder hatten am Stand der Freiwilligen Feuerwehr die Gelegenheit, ihre Zielkünste mit dem Rettungsschlauch unter Beweis zu stellen. Auch das Geschäft Smoke & Whisky wartete zum Feiertag mit einer Aktion auf: Im Einklang mit dem "Französischen Frühschoppen", das in diesem Jahr die "Französische Woche" ersetzte, wurde jeder volljährige Besucher, der mit seiner Mutter am Arm den Laden betrat, mit einem Glas bretonischem Single Malt begrüßt.

In der Starnberger Innenstadt locken zahlreiche Attraktionen, so etwa der Spritzenstand der Freiwilligen Feuerwehr.

(Foto: Nila Thiel)

Französisch ging es auch auf dem Kirchplatz zu, der mit musikalischer Untermalung besonders schön zum Verweilen einlud. Starnberger Brauhaus und die mobile Kaffeerösterei Wieners schenkten ihre Spezialitäten aus. Optiker Jürgen Klemptner von Blickpunkt bedauerte das Ausfallen der Französischen Woche sehr und engagierte unter dem Motto "Wein, Brille & Gesang" kurzerhand das Musikduo "Klangzeit", das mit französischen Chansons nostalgische Töne anschlug.

Für Autofahrer war der Nachmittag weniger erfreulich: Wer keinen Parkplatz fand, verbrachte den Nachmittag im Stau.

(Foto: Nila Thiel)

Vom Kirchplatz aus ging es weiter in Richtung Tutzinger Hof und Stadtmarkt, die mit Musikprogramm, Ponyreiten und Hüpfburg eine beliebte Anlaufstelle für Familien waren. Wer den Mut hatte, konnte am Bungeetrampolin außerdem sein akrobatisches Können austesten.

Für Trödelfans bot der Antikmarkt auf der Maximilianstraße ein besonderes Highlight. Von Mobiliar bis Schmuck wurde hier an vielen Ständen Altes und Rares zu günstigen Preisen feilgeboten und auch Schnäppchenjäger kamen auf ihre Kosten. Am Nachmittag forderte das Wetter schließlich seinen Tribut, sodass erste Besucher bereits ab 16 Uhr unter Donnergrollen die Flucht ergriffen.

Die Verkehrssperrung der Innenstadt, welche Besuchern an diesem Tag entspanntes Flanieren ermöglichte, sorgte bei manchen Autofahrern für Unmut: Wer es einmal auf vier Rädern ins Zentrum geschafft hatte, kam nur mit viel Geduld wieder heraus. Zeitweilig standen die Autos von der Kaiser-Wilhelm-Straße bis weit hinter das Starnberger Museum in dichtem Stau. Umfahrungen waren ebenfalls hoffnungslos überlastet. Besucher beklagten vor allem die kurzen Ampelschaltungen, welche die Verkehrssituation bei wachsendem Andrang und Straßensperrung noch einmal verschlimmerten.