Inning 3500 Bürger stimmen ab

Beim Entscheid zur Umfahrung an diesem Sonntag wird ein knappes Ergebnis erwartet

Von Astrid Becker, Inning

Die Inninger müssen am Sonntag über eine für sie wichtige Frage befinden: "Sind Sie dafür, dass der Bürgerentscheid vom 8. Dezember 2013 aufgehoben, die Staatsstraße 2067 aus der Ortsmitte von Inning gemäß bereits vorliegender Planung in den Westen verlegt wird und dass diese Planung von der Gemeinde sofort mit Nachdruck fortgeführt und dann auch unverzüglich umgesetzt wird?" Im Dezember 2013 hatte eine deutliche Mehrheit den Bau der Entlastungsstraße am Ortsrand abgelehnt. Diesmal dürfte die Entscheidung wesentlich knapper ausgehen.

Denn das Thema hatte, wie auch beim Entscheid vor zwei Jahren, die Gemüter in den vergangenen Wochen erhitzt. In den heftigen Debatten im Ort haben sich weder Befürworter noch Gegner etwas geschenkt - mit Ausnahme der Gemeinderäte, die sich diesmal mit lautstarken Willensäußerungen in ihren Sitzungen zurückhielten. Vor zwei Jahren war dies anders gewesen, damals hatte das Thema sogar zur Abwahl der damaligen Verkehrsreferentin, Barbara Wanzke, geführt. Anders als 2013 gab es diesmal auch kein zusätzliches Ratsbegehren für oder gegen den Bau der umstrittenen Straße. Während der erste Bürgerentscheid von den Gegnern des Projekts, der Bürgerinitiative für Innings Zukunft, initiiert wurde, waren es diesmal die Befürworter vom Verein Pro Inning, die den neuerlichen Entscheid durchgesetzt hatten. Wahlberechtigt sind diesmal rund 3500 Menschen aus Inning und seinen Ortsteilen Buch, Stegen, Bachern und Schlagenhofen. Knapp 1000 von ihnen haben laut Rathaus bis zum Freitagvormittag die Briefwahl beantragt. Alle anderen ruft Bürgermeister Walter Bleimaier dazu auf, am Sonntag abzustimmen. Die Wahllokale in der Grundschule östlich und westlich der Herrschinger Straße sowie im Feuerwehrhaus Buch sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Ein Ergebnis soll bis 20 Uhr vorliegen.