Gilching Asphaltwerke halten Grenzwerte ein

Der TÜV hat die Asphaltmischanlagen in St. Gilgen untesucht. Ergebnis: Die Anlagen erfüllen die Anforderungen.

Von Christian Deussing

Gilching- Für die beiden Asphaltmischanlagen in St. Gilgen, deren Gestank und Abgase viele Bürger auch in Gilching beunruhigen, hat der TÜV Süd jetzt Entwarnung gegeben. Dessen Gutachter hatten die Anlagen von Gottfried Jais und "Richard Schulz Tiefbau GmbH" am 27. Juni bei einer Begehung unter die Lupe genommen. Nun hat der TÜV Süd der Gemeinde Gilching seine Ergebnisse vorgelegt. Demnach wird den Betreibern bescheinigt, dass sie die technischen Anforderungen erfüllen. Es würden auch die Grenzwerte bei krebserzeugenden Stoffen wie Benzol und 1,3-Butadien eingehalten. Überdies werden die Bitumen-Lagertanks ausschließlich über das Gaspendelverfahren befüllt. Allerdings schlugen die Prüfer vor, den Lkw-Verladebereich wie bei ähnlichen Mischanlagen einzuhausen und "Verdrängungsgase" gezielt abzusaugen. Dies würde zur Reduzierung der Emissionen beitragen - gehe aber über den Stand der Technik hinaus und könne "somit nur auf freiwilliger Basis" des Betreibers realisiert werden, heißt es in dem TÜV-Bericht.

"Wir müssen die Gutachten noch genau prüfen", sagte am Montag auf SZ-Anfrage Oliver Fiegert von der "Bürgerinitiative für umweltfreundliche Asphaltmischanlagen" (BuA) in Gilching. Der Diplom-Ingenieur wollte die Ergebnisse der Prüfer jetzt noch nicht näher bewerten - allerdings sei es für ihn auffällig, dass sich die Gutachten für beide Mischwerke sehr ähnelten. Der Verein hatte sich Ende Februar unter dem Motto "Uns stinkt's" gegründet. Seine Mitglieder warnen vor den gesundheitlichen Gefahren, die ihrer Ansicht nach vor allem bei Westwind von den Asphaltmischanlagen ausgehen. Zudem hatte die Initiative den vorherigen Prüfern von Müller-BBM aus Planegg vorgeworfen, für die Genehmigung der Anlagen "Gefälligkeitsgutachten" erstellt zu haben - was wiederum das kritisierte Gutachterbüro energisch dementierte.