Fachoberschule im Landkreis CSU fordert neuen Versuch

Der neuen Fachoberschule im Landkreis Starnberg drohte bereits das Aus. Nun fordert die CSU-Fraktion, dass sich die Kreisstadt mit einem eigenen Grundstück um das wichtige Projekt bewirbt.

Von Christian Deussing

Nach dem drohenden Aus für eine Staatliche Fachober- und Berufsoberschule (FOS/BOS) in Gilching wegen zu geringer Anmeldungen von Schülern fordert die Starnberger CSU-Fraktion, dass sich die Kreisstadt mit einem eigenen Grundstück um das wichtige Projekt bewirbt und hierfür die "nun notwendigen Abstimmungsgespräche" mit dem Landkreis Starnberg führt. Mit dem Thema soll sich der Stadtrat möglichst schon in der nächsten Sitzung befassen, heißt es dazu in einer Pressemitteilung.

Die CSU betont, dass sich bereits vor zwei Jahren der Stadtrat mit deutlicher Mehrheit für das Areal an der Gautinger Straße nördlich des Creativ Centers ausgesprochen und dafür auch die Vorteile benannt habe. So befinde sich ein Großteil dieses Grundstücks bereits in kommunaler Hand, zudem habe es in der Vergangenheit "positive Signale" des Miteigentümers gegeben, die Fläche zu Verfügung zu stellen. Dieses Gelände sei "verkehrlich optimal angebunden" - sowohl an das überörtliche Straßennetz als auch an die S-Bahn am Bahnhof Nord. Eine Fachoberschule an diesem Standort könne überdies für eine "große Schülerkapazität" errichtet, gegebenenfalls erweitert und mit Tiefgarage gebaut werden.

Nach Ansicht der CSU ist das Vorhaben dringlich, daher seien die städtischen Pläne dazu zu aktualisieren und neu zu bewerten. Dem Antrag zufolge soll Bürgermeisterin Eva John (BMS) sich um ein geeignetes Grundstück kümmern und es auch benennen - aus Sicht der CSU eben das Areal an der Gautinger Straße. Begründet wird der Antrag damit, dass Starnberg mit eigenem Standort die notwendigen Schülerzahlen erreichen werde - zumal die Gautinger Realschule voraussichtlich in zwei Jahren ihre maximale Auslastung erreiche. Bekanntlich will auch Landrat Karl Roth wieder Starnberg für eine FOS/BOS ins Gespräch bringen.

Bürgermeisterin John reagierte umgehend: "Für den Fall, dass das Bayerische Kultusministerium dem Standort Gilching eine endgültige Absage erteilt", schreibt sie, arbeite man bereits an einer erneuten Bewerbung für Starnberg. Bis dahin aber "halte ich es im Sinne einer vernünftigen interkommunalen Zusammenarbeit für wenig hilfreich, den bisher vom Kreistag Starnberg beschlossenen Standort Gilching in Frage zu stellen".