Entwicklung Seeshaupter gestalten mit

Büro erläutert den Stand der Dinge bei der Dorferneuerung

Von Kia Ahrndsen, Seeshaupt

Die Dorferneuerung geht in Seeshaupt unbeirrt voran. Knapp hundert Besucher ließen sich in der Mehrzweckhalle vom Büro Plankreis aus München über den aktuellen Stand informieren. Eine Vorstellung des Büros mit einer Erklärung, was die Dorferneuerung eigentlich ist, bereitete die Besucher vor.

Stadtplaner Jochen Gronle und Landschaftsarchitekt Michael Heintz von Plankreis präsentierten dann ihre Analyse der Gegebenheiten im Ort und listeten auch gleich einige Problempunkte auf. Somit machten sie deutlich, wie der jetzige Zustand ist und was verbessert werden könnte. Die Fachleute nutzten ihr Referat auch zu einer Aufforderung an die Seeshaupter, ihre Wünsche und Anregungen einzubringen, aus denen das Büro dann Handlungsanweisungen ableiten würde. Die Arbeitskreise haben nach den Worten von Gronle bereits eine sehr gute Vorarbeit geleistet; das habe er so noch selten gesehen.

Aus den kritischen Anmerkungen und den Vorschlägen zur Verkehrssituation entspann sich eine lebhafte Diskussion über die Belastung vor allem auf der Hauptstraße, bei der die Planer nahezu außen vor blieben. Bürgermeister Michael Bernwieser (PfB) rief schließlich dazu auf, sich dem Arbeitskreis Verkehr anzuschließen und die Diskussionen dort zu führen.

Planer Heintz bat unterdessen um Geduld. Wenn man den Prozess der Dorferneuerung mit einem Fußballspiel vergleiche, befinde sich Seeshaupt gerade kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit. Erst in der zweiten Hälfte gehe es um konkrete Vorschläge und dann auch noch um die Finanzierung. Das Amt für ländliche Entwicklung sei dann gefragt, um möglichst viele Zuschüsse zu erreichen.

Matthias Fladner, der vor gut zwei Jahren die Leitung der Steuerungsgruppe der Dorferneuerung übernommen hatte, nutzte diesen "wichtigen Meilenstein im Prozess", die Neuwahl anzusetzen. Seine bisherige Stellvertreterin Franziska Mross war im April gestorben, auch diesen Posten galt es daher, neu zu besetzen. Fladner hatte keinen Gegenkandidaten, per Akklamation wurde er in seinem bestätigt, als Stellvertreterin stellte sich Silke Berendsen zur Verfügung, auch sie wurde einstimmig gewählt. Berendsen sagte, sie wolle kein "Vizekanzler" sein, sie sehe ihre Aufgabe als "rechte und linke Hand." Bei der Organisation des Aktionstages "Seeshaupt erleben" hatte sie schon einschlägige Erfahrung sammeln können.

Planer Heintze gab den Seeshauptern noch eine Hausaufgabe mit auf den Weg: binnen einer Woche können die ausgelegten Fragebögen mit weiteren Themenvorschlägen noch im Rathaus abgegeben werden.