Brand Feuer vernichtet Boot und Wohnmobil

Mit Atemschutzgeräten mussten die Feuerwehrleute den Brand in einem Carport in Buch bekämpfen.

(Foto: Georgine Treybal)

Die Flammen richten in einem Carport in Buch am Ammersee einen Schaden in Höhe von 150 000 Euro an

Von Christian Deussing, Buch

Eine Motorjacht und ein Wohnmobil, die in einem Carport standen, sind am Dienstagvormittag im Inninger Ortsteil Buch komplett ausgebrannt. Die Ursache war nach Polizeiangaben vermutlich ein technischer Defekt. Es entstand nach ersten Schätzungen ein Gesamtschaden in Höhe von etwa 150 000 Euro. Der 34-jährige Eigentümer hatte das Feuer gegen 9.25 Uhr entdeckt und Alarm geschlagen. Er musste laut Polizei wegen einer leichten Rauchgasvergiftung ärztlich behandelt werden. Als die Feuerwehrleute eintrafen, brannte es bereits lichterloh. Sie hatten keine Chance mehr, das Boot und den Camper in der Unterstellhalle zu retten.

Die betroffene Familie ist nach dem Unglück geschockt und fassungslos. Das Boot hatte sie wohl erst vor einiger Zeit in Mecklenburg-Vorpommern erworben und wollten es für Schipperfahrten - auch auf der Altmühl - restaurieren. Die Brandfahnder entdeckten ein Stromkabel, das in das Boot für die Arbeitsgeräte und Maschinen geführt worden war, die für die Restaurierung in dem Metall-Carport nötig waren. Das Feuer dürfte sich nach ersten Erkenntnissen der Fahnder im Bereich des Schiffes entzündet haben.

Es gebe jedenfalls keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung, betont Kripochef Manfred Frei. Zudem habe offenbar niemand in diesen Tagen an dem Boot gearbeitet, überdies sei alles sehr sorgfältig im Carport sortiert und verstaut gewesen. Die Ermittler schließen auch aus, dass der Brand in dem abgemeldeten Wohnmobil ausgebrochen ist, bei dem die Batterie laut Kripo ordnungsgemäß ausgebaut worden war.

Fast 20 Feuerwehrleute aus Buch und Inning bekämpften auch mit Atemschutzschutzmasken den Brand in dem großen Carport. Eine hohe Rauchsäule stieg auf, die weithin zu sehen war. Die Dämpfe seien wegen der Kabel, des Gummis und Plastiks sehr giftig gewesen, berichtet Buchs Kommandant Jürgen Aster. Zum Glück sei es aber recht windstill gewesen, was die Löscharbeiten erleichtert hätte. Die Feuerwehr habe nach etwa 45 Minuten den Brand auf dem Anwesen unter Kontrolle gehabt, sagte Aster der SZ. Dabei konnten die Helfer verhindern, dass die Flammen auf einen nahen Holzstadel übergriffen. Nachbarhäuser seien aber nicht gefährdet gewesen, berichtet der Bucher Feuerwehrchef. Der Einsatz der ehrenamtlichen Helfer an der Hauptstraße war gegen 11.30 Uhr beendet.