Die Kunden sollen von der Preissenkung unmittelbar etwas auf ihrem Kontoauszug sehen: Die Stadtwerke wollen auch die Abschlagszahlungen anpassen.
Die Stadtwerke (SWM) senken ihre Gaspreise zum 1. Juli um bis zu 13 Prozent, und die Kunden werden von dieser Preissenkung auch unmittelbar etwas auf ihrem Kontoauszug sehen: Mit dem Datum der Senkung will der Energieversorger auch alle laufenden Abschlagszahlungen entsprechend der Preissenkung nach unten anpassen.
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Die Gaspreise sinken - Die SWM werden dazu alle Kunden im Lauf der nächsten Wochen anschreiben. (© Foto: ap)
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Die SWM werden dazu alle Kunden im Lauf der nächsten Wochen anschreiben. Die Stadtwerke kündigten zudem an, die Preise mindestens bis zum 31. März 2010 und somit über die Heizperiode hinweg nicht mehr zu erhöhen. Sollten die Bezugspreise weiter sinken, werde man hingegen das Gas entsprechend günstiger verkaufen.
Je nach Perspektive gibt es dabei unterschiedliche Erklärungen für den Schritt, die Abschlagszahlungen gleich zu senken und nicht etwa bis zur nächsten Jahresabrechnung zu warten, um dann eben mehr zurückzuzahlen. Die Stadtwerke betonen, dies passiere schlicht, weil nach den beiden Senkungen (bereits zum 1.April fielen die Preise) das Gas nun erheblich günstiger sei als vor einem Jahr, so dass man das ab Juli an die Kunden weitergeben könne. Stadtwerke-Kritiker und CSU-Stadtrat Marian Offman interpretiert den Schritt indes als Erfolg seiner steten Anprangerungstaktik: Er kritisiert seit längerem die Abschlagszahlungen der SWM als zu hoch und deren Berechnung als undurchschaubar. Dass die SWM darauf nun reagierten, sei "erfreulich". Auch die Stadtrats-FDP hatte gefordert, die Abschlagszahlungen zu senken.
Nach Angaben der Stadtwerke spart ein durchschnittlicher Ein-Personen-Haushalt bei einer Abnahmemenge von 1000 Kubikmetern mit den neuen Preisen auf ein ganzes Jahr bezogen nun 79,70 Euro brutto, das sind minus 11,5 Prozent. Ein Zwei-Personen-Haushalt (1700 Kubikmeter) kommt demnach auf eine Einsparung von 135 Euro - das entspricht einem Rückgang von 12,3 Prozent. Ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 3000 Kubikmetern kann mit den neuen Preisen 239 Euro oder 12,9 Prozent seiner Gaskosten sparen.
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(SZ vom 23.04.2009/pfau)
FKK-Slackliner Alexander Schulz
Die neueste Antwort
Zitat: "...CSU-Stadtrat Marian Offman interpretiert den Schritt indes als Erfolg seiner steten Anprangerungstaktik."
Komisch, wenn der Markt etwas gutes hervorbringt, will es gleich jeder Politiker es selbst gewesen sein. Wenn der Markt aber was schlechtes hervorbringt, zeigen die Politiker, die diesen Markt immer propagiert haben, immer ausnahmslos auf andere.