SpVgg Unterhaching Zwölf Festnahmen bei Drittliga-Fußballspiel

Bei Unterhachings 2:1-Sieg gegen Zwickau rasten einige Gästefans aus. Bereits im Hinspiel wurden Trainer und Spieler angepöbelt und bespuckt.

Es war nur ein sportlich bedeutungsloses Spiel der dritten Fußball-Liga. Doch Ultras des FSV Zwickau machten daraus am Sonntag eine Staatsaktion und legten sich im Unterhachinger Stadion mit Ordnern und der Polizei an. Am Ende gab es zwölf Festnahmen, einen Verletzten - und eine 1:2-Pleite für die Westsachsen. Den rund 800 Zwickauer Fans unter den 3259 Zuschauern hatte es missfallen, dass Ordner im Gästeblock an den Fluchttoren postiert waren, um diese im Notfall öffnen zu können.

Laut Polizei drohten Zwickauer Fans den Ordnern sogar Prügel an und fuchtelten mit Fahnenstangen in Richtung des Aufsichtspersonals. Die Ordner zogen sich daraufhin zurück und wurden Mitte der ersten Halbzeit durch Polizisten ersetzt, die sich erst einmal ihren Weg zu den Fluchttoren bahnen mussten. Jetzt rasteten die Zwickauer erst recht aus. Becher und Fahnenstangen flogen in Richtung der Einsatzkräfte. Die fackelten nicht lange und nahmen zwölf Gästefans fest, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und wegen Beleidigung. Anschließend klagte einer der Festgenommenen über Schmerzen an der Hand. Bereits beim Hinspiel im November, das der Münchner Vorortklub mit 3:1 gewonnen hatte, hatten Zwickauer Fans Hachinger Spieler und deren Trainer angepöbelt, mit Bier bespritzt und bespuckt.

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