Formsache Mit Maradona beim Schneider

Der Regisseur Florian Froschmayer liebt Sport - und seinen Beruf.

SZ: Sport ist ...

Florian Froschmayer: super...! Ich betreibe ihn (eigentlich) gerne, aber leider viel zu wenig. Dafür schaue ich ihn öfters im Fernsehen. Eigentlich ist Sport das Einzige im Fernsehen, das ich nicht on demand schaue, sondern wirklich dann, wenn es gesendet wird.

Ihr aktueller Fitnesszustand?

Mein Arzt sagt, ich hätte ein Herz wie ein 25-Jähriger. Ich würde sagen, ich könnte noch fitter sein. Zumindest sagt mir meine

Apple Watch täglich mehrmals, ich soll mich mehr bewegen.

Felgaufschwung oder Einkehrschwung?

Früher definitiv Felgaufschwung. Heute interessiert mich auch der wirtschaftliche Aufschwung.

Sportunterricht war für Sie?

Das einzige Fach, auf das ich mich gefreut

habe! Pause fand ich auch immer gut.

Ihr persönlicher Rekord?

35 Liegestützen, Torschützenkönig in der 8. Klasse, bestandener Gold-Test der Schweizer Ski-Schule, Gewinner eines Schachturniers in der 7. Klasse.

Stadionbesucher oder Fernsehsportler?

Beides. Unvergesslich 1982 Deutschland - Frankreich im TV, oder 2006 Deutschland - Argentinien und Frankreich - Italien im Stadion.

Bayern oder Sechzig?

Was Bayern seit Jahren leistet, ist schon beeindruckend. Im Herzen aber FC Zürich.

Ihr ewiges Sport-Idol?

Roger Federer, Bernhard Russi, Toni Schumacher.

Ein prägendes Erlebnis?

Fußball WM 94, EM 96, Olympische Spiele 98, 2008 und 2010, als ich live vor Ort war und jeweils arbeiten durfte. Während der Eröffnungsfeier in Peking war ich vor dem Stadion, das war eindrücklicher als zwei Jahre später im Stadion.

In welcher Disziplin wären Sie Olympiasieger?

Bilder gerade aufhängen.

Mit welcher Sportlerin/welchem Sportler würden Sie gerne das Trikot tauschen?

Ich stand mal neben Diego Maradona bei einem Schneider in Peking, wo ich mir einen Anzug machen lassen wollte und er auch. Tauschen hätten wir nicht gekonnt, da er viel kleiner ist als ich. Ich möchte auch meinen Beruf mit niemandem tauschen. Ich liebe meinen Beruf.

Unter der Rubrik "Formsache" fragt die SZ jede Woche Menschen nach ihrer Affinität zum Sport. Künstler, Politiker, Wirtschaftskapitäne - bloß keine Sportler. Wäre ja langweilig.