Fechten WM knapp verpasst

Drei Treffer haben Anton Ziegon gefehlt, dann hätte er auch bei der WM starten dürfen.

(Foto: Robert Haas)

Der Münchner Anton Ziegon erreicht das EM-Achtelfinale

Anton Ziegon vom KTF Luitpold hat bei der Europameisterschaft der Kadetten in Novi Sad das Achtelfinale erreicht - dort war für den 16-Jährigen bei seiner ersten EM-Teilnahme mit dem Herrenflorett Endstation. Er unterlag dem Rumänen Silviu Rosu mit 12:15 Punkten - mit demselben Ergebnis hatte er in der Runde zuvor den Briten Sebastian Monnet bezwungen. Schon sein erster britischer Gegner Sebastian Pallier war an Position 20 gesetzt, deutlich besser als Ziegon, doch der siegte souverän. Und auch gegen Rosu führte er bereits mit 12:9. "Er hat dann etwas zu schnell die Entscheidung gesucht", sagte sein Betreuer Richard Breutner, "das war schade." Hätte er diesen Kampf gewonnen, wäre Ziegon für die Weltmeisterschaft Anfang April in Bourges/Frankreich nominiert gewesen, "das wäre Wahnsinn", fand Breutner. Trotz des Ausscheidens betonte er: "Wir können stolz auf ihn sein." Vor einem Jahr sei Ziegon vom kleinen KTF noch nicht unter den besten 20 Deutschlands gewesen, nun als einer von vier Deutschen unter den besten 16 Europas. Auch bei Ziegon selbst sei der Ärger nach der Niederlage rasch verflogen. Am Donnerstag könnte es mit dem Team noch um eine Medaille gehen. Zwei weitere Deutsche waren ebenfalls im Achtelfinale ausgeschieden, der Vierte bereits zwei Runden zuvor.