Auch die JFG Glonntal ist mit den C-Junioren aus der Bezirksoberliga abgestiegen, auch im Dachauer Moos fühlen sie sich als Opfer der Burghauser Rochaden. "Diese Schummelei muss verhindert werden", sagt Frost. Sein Vorschlag: Um die Durchlässigkeit nicht mehr missbrauchen zu können, müsse vor der Saison ein Kader für jede Mannschaft benannt werden.

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Allenfalls ein festgelegter Spielerkreis soll dann noch zwischen den Teams pendeln dürfen. Der BFV werde den Fall zum Anlass nehmen und darüber sprechen, verspricht Schütz. Die Regeln zu ändern, dazu sei es allerdings zu früh. Bei 4600 Vereinen in ganz Bayern müssten mehr Beschwerden eintreffen.

Dabei gebe es solche Vorfälle zuhauf, entgegnet Karl Merz, der Jugendleiter des TSV Eching bei Freising. Beim jüngsten Ligatreffen habe fast jeder Verein davon berichten können. In der Jugendfußballszene mache ein Spruch die Runde, ergänzt der Glonntaler Vorsitzende Frost: "Zweite Mannschaften steigen nicht ab."

Aber sie steigen auf, hat Merz erfahren. Als Echings C-Jugend unlängst um den Aufstieg in die Bezirksoberliga spielte, sei der FC Ingolstadt II mit der kompletten Bayernliga-C1 angetreten. "Sie haben einfach sechs Wochen vorher beide Mannschaften getauscht", sagt Merz. Auch hier brachte eine Klage beim Sportgericht nichts ein, den Statuten zufolge hatte Ingolstadt korrekt gehandelt.

Diesen Mittwoch, 16.15 Uhr, werden Jugendfußballer aus Fürstenfeldbruck, Glonntal und Eching mit ihren Eltern vor dem BFV-Haus in München offiziell demonstrieren und Protestbriefe übergeben. "Wenn wir jetzt nicht die Stimme erheben, wird die Sache wieder im Sand verlaufen", sagt Frost.

Es treffe sich gut, dass der Weltverband Fifa soeben die Fair-Play-Woche ausgerufen hat. Er sehe die Notwendigkeit, sagte Präsident Sepp Blatter, der Fairness im Sport - insbesondere bei Kindern - zum Durchbruch zu verhelfen. Passend dazu wollen die Demonstranten den BFV-Funktionären heute einen Fair-Play-Preis übergeben: einen ausgedienten Ball ohne Luft.

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  1. "Zweite Mannschaften steigen nie ab"
  2. Sie lesen jetzt Forderung nach festem Kader
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(SZ vom 08.09.2010/mob)