Ehemalige Hinrichtungsraum im Münchner Gefängnis Stadelheim, 1956

Es ist der 22. Februar 1943: Nach langen Verhören und einer viertägigen Verhandlung vor dem Volksgerichtshof werden Sophie Scholl, ihr Bruder Hans und Christoph Probst zum Tode verurteilt. "Wegen landesverräterischer Feindbegünstigung, Vorbereitung zum Hochverrat und Wehrkraftzersetzung", heißt es in der Urteilsbegründung des obersten NS-Richters Roland Freisler.

Noch am selben Tag werden die Urteile im Münchner Gefängnis Stadelheim vollstreckt.

Sophie Scholl, die an diesem Montag 90 Jahre alt geworden wäre, ist das Gesicht der Münchner Widerstandsgruppe der "Weißen Rose". 

(Im ehemaligen Hinrichtungsraum im  Gefängnis Stadelheim wurden während des Dritten Reiches Hinrichtungsstätte 140 Menschen ermordet. Später wurde der Raum als Autowerkstatt der Gefängnisverwaltung genutzt.)

Bild: Sueddeutsche Zeitung Photo

9. Mai 2011, 11:54 2011-05-09 11:54:26  © sueddeutsche.de/bica

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