EU-Kontrolleure decken dramatische Sicherheitsmängel am Münchner Flughafen auf und können in mehreren Fällen Waffen und Sprengsätze durch die Kontrollen schleusen.
Kontrolleure der EU-Kommission haben bei unangekündigten Inspektionen erhebliche Sicherheitsmängel am Münchner Flughafen aufgedeckt.
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Details wollte Brüssel zwar am Freitag nicht bekannt geben - nach SZ-Informationen ist es den Testern aber geglückt, mehrfach verbotene Gegenstände wie Messer, Schusswaffen und sogar selbst gebaute Sprengsätze durch Personal-Sicherheitsschleusen zu schmuggeln.
Betroffen waren ausschließlich Bereiche, in denen Luftfahrtgesellschaften selbst für die Kontrolle ihrer Mitarbeiter zuständig sind. Lufthansa, LTU und Air Berlin/dba haben ihren zuständigen Sicherheitsfirmen bereits gekündigt.
An europäischen Flughäfen müssen bereits seit einiger Zeit auch die Angestellten penible Kontrollen über sich ergehen lassen, bevor sie den Sicherheitsbereich betreten dürfen.
Zuständig dafür ist in München überwiegend die Flughafengesellschaft selbst. Es gibt aber auch einige Bereiche, etwa die Wartungshallen, in denen diese Verantwortung den Airlines übertragen wurde. Eben dort haben die EU-Emissäre nun Sicherheitslücken entdeckt und dem Bundesverkehrsministerium gemeldet.
Die Vorfälle sind deshalb so gravierend, weil Brüssel auf allen europäischen Flughäfen dieselben Sicherheitsstandards erwartet - wird das Problem nicht beseitigt, müssten sich aus München anfliegende Passagiere an anderen EU-Airports zusätzlichen Kontrollen unterziehen, bevor sie das Terminal betreten dürfen.
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Studie von UN-Kinderhilfswerk
Die neueste Antwort
... ein Journalist, der hatte eine Verabredung mit dem Fuhrparkchef großen deutschen Flughafens. Der Journalist wollte eine Reportage über die komplexe innerbetriebliche Logistik auf so einem Großflughafen machen. Er kam mit einem Kombi, in dem auch der Fotograf nebst umfangreicher, im Heckteil unter der Abdeckung verborgener Ausrüstung reiste.
Am ungesicherten "Lieferanteneingang" fragte ein Pförtner nach des Journalisten Begehr und winkte die Fuhre nach der Auskunft, der Journalist wolle sich mit dem Herrn Sowieso treffen, durch. Ohne aus seiner Kabaus herauszukommen. Ohne sich telefonisch zu vergewissern, ob es einen solchen Termin überhaupt gäbe. Ohne Registrierung der Personalien von Journalist, Fotograf oder Auto, Ohne vom Herrn Sowieso abzuzeichnenden Passierschein.
Einfach so.
Jeder Mittelständler, der auf sich hält, hat ein stringenteres Besuchersystem.
Und da waren sie nun. Der Journalist und sein Fotograf. Da, wo kein Reisender jemals hinkommt. Unbeobachtet, unbeaufsichtigt, mit einem Kofferraum voller unkontrollierter Gerätschaften. Direkt dort, wo umzuschlagendes Gepäck in direktem Zugriff war. Wo all die schönen Dienstfahrzeuge bereit standen, mit denen man direkt zu jedem beliebigen Flugzeug auf dem Vorfeld, an den Terminals auf dem Rollfeld hätte hinfahren können, um loszuwerden, was man eben gerade hätte loswerden wollen.
Wundert es wen, daß sich bei der Ausfahrt erst recht kein Mensch um die Fuhre kümmerte?
Der einzige Unterschied zu einem Märchen: Es hat sich alles genauso zugetragen.
Nachtrag.
Als der Journalist ein paar Wochen später mit seinem damals etwa fünfjährigen Sohn auf die Besucherplattform desselben Airports wollte, ließ ein Schwarzer Sheriff sein an das eines Fleischerhundes gemahnende Feingefühl derart heraus, daß der Sohn des Journalisten in Weinkrämpfe ausbrach. Was den Schwarzen Sheriff qua Beschwerde hoffentlich die Stelle kostete, auf welcher er seine Minderwertigkeitskomplexe an Kindern per Gummiknüppelfuchteln austoben zu müssen glaubte.
Conclusio: Wer glaubt, daß der Flughafen-Sicherheitsdienst der Sicherheit dient, der glaubt auch, daß Beckenbauer Becken bauen.
Als Vielfliegerin kenne ich den "Service" der Lufthansa sehr gut. Im Laufe mehrerer Jahre ist die "Verköstigung" immer schlechter geworden und ich hatte auf einem Flug mal erlebt, daß ein Fluggast ein zweites Glas Mineralwasser wünschte. Es wurde abgelehnt mit der Begründung, es stünden jedem Gast in der Economy Class nur ein Glas desselben Getränks zu. Dieser Mann hat für den Flug nach Birmingham über 1.000 gezahlt und an 20 Cent für ein Mineralwasser wird gespart! Lufthansa ist mit Abstand die teuereste Airline und bisher dachte ich immer, dafür auch hinsichtlich Sicherheit ein besseres Angebot zu haben. Werden vielleicht auch die Flugzeuge von Billigstanbieter kontrolliert und gewartet? Dann wird es wahrscheinlich Zeit, auf andere Airlines auszuweichen. Wenn ich mir die jedes Mal vollbesetzten Flüge nach Shanghai und zurück anschaue, bei einem Durchschnittspreis von 1.600 kommt da eine Menge Geld zusammen. Dafür kann und muß man einen guten Service und hohe Sicherheitsstandards erwarten können.
Mehr rundrechte und dafür Sicherheitsmängel oder Kontrollen und dafür Sicherheit?
Mir scheint, mann kann es euch nicht Recht machen.
Was machen schon ein paar Schusswaffen und Sprengstoff? Hauptsache, es nimmt niemand Zahnpasta oder gar Rasierwasser mit an Bord! Die Security kann halt auch nicht auf alles gleichzeitig achten, da wird sie sich wohl auf das Wesentliche konzentriert haben.
Sehr erstaunt habe ich diesen Artikel gelesen. Arbeite selbst am Flughafen in MUC und kann mir nicht vorstellen, dass solch eklatante Sicherheitsmängel herrschen. Die Kontrollen sind auch für die MitarbeiterInnen streng. Wenn ich da an andere Flughäfen in Europa denke, fühle ich mich am Münchner Flughafen gut aufgehoben. Beispiel letztes Jahr im Herbst auf dem Flughafen Marseille: Den Bereich der Gepäckabholung, nachdem man aus dem Flugzeug ausgestiegen war, kann jederzeit von Personen von aussen betreten werden, Diebe haben hier ein leichtes Spiel. Dazu muss gesagt werden, dass der Terminal in dem ich in Marseille angekommen und abgeflogen bin brandneu ist und noch nach Farbe gerochen hatte, es kann also nicht an baulichen Umständen liegen. Auf dem Rückflug von Marseille nach München wurden alle Passagiere bei der Sicherheitskontrolle nur von Hand abgetastet, ohne elektronische Hilfen !!!
Die Kontrolle der EU-Inspekteure am Münchener Flughafen und ihr Ergebnis ist meiner Meinung nach eine politische Farce und wird letztendlich nur auf dem Rücken der armen MitarbeiterInnen der Sicherheitsfirma ausgetragen, die im Verhältnis zu ihrer verantwortungsvollen Aufgabe einen unterbezahlten Schichtarbeitsjob haben und jetzt wohl arbeitslos sind.
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