Single Malt-Verkauf am Rindermarkt Destillat der Extraklasse
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Der Glenfiddich Single Malt 1937 gilt als der teuerste Whiskey der Welt. Eine Flasche aus der "Rare Collection" wechselte nun in München für 20.000 Euro den Besitzer.
Fred Heinz Schober führt den Whiskey-Shop "Tara" am Rindermarkt. Der kleine Laden ist heute gerammelt voll, weil sich mehrere Journalisten angesagt haben. Warum dieses Aufgebot? Schober hat einen besonderen Deal zustande gebracht: ein Kunde aus Holland hat über seinen Internet-Versand einen besonderen Whiskey gekauft.
Cees van den Brink freut sich über seine Errungenschaft.
(Foto: Foto: Daniela Krispler)Den Glenfiddich, Jahrgang 1937. "Davon gab es nur zwei Flaschen in Deutschland", sagt der Whiskeyexperte nicht ohne Stolz. 20.000 Euro habe die gute Flasche gekostet und ihr Wert ist noch am Steigen. Geldanlage, Liebhaberei oder Freude am edlen Tropfen? Wer kann und will sich diesen Single Malt leisten?
Diesen Gedanken haben wohl alle im Geschäft Versammelten. Schober nutzt die Wartezeit für eine kleine Whiskey-Verkostung. Ein Schluck und schon entfaltet das milde Destillat seine Geruchs- und Geschmacksstoffe in vollen Zügen. Der Experte serviert Whiskey im "Nosing Glas", einer etwas fülligeren Sherrytulpe und ohne Eis. "Besser ist es einen Tropfen Quellwasser beizumengen", sagt Schober und zeigt auf einige Flaschen mit blauem Etikett.
Diese liefern eine geringe Ahnung davon, womit sich ein Whiskeyfreund beschäftigt: mit einer Wissenschaft für sich. So ist es nicht verwunderlich, dass vorwiegend Menschen, die Beständigkeit lieben, Interesse an der schottischen Trinkkultur zeigen.
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So wie der Käufer der teuren Flasche, ein gemütlicher, gut situierter Herr vielleicht, der schon alles gesehen hat und sich jetzt mit dem edlen Tropfen einen schönen Lebensabend auf einem Landgut machen will. Umso erstaunlicher, als schließlich ein schmächtiger junger Mann in Begleitung seiner Mutter das Geschäft betritt und lächelt.
Cees van den Brink hat sich extra zwei Tage frei genommen um die teure Flasche persönlich in München abzuholen. "Weil die Portokosten nach Holland so teuer sind", so der preisbewusste Sammler. 180 Flaschen habe er zu Hause schon stehen, das teure Hobby sei sowohl Spaß als auch Leidenschaft, die er im Wettstreit mit Freunden teilt. Ab und an trinke er aber auch mal ganz gerne ein Glas.
Das ist alles. Der 28-jährige Cees wirkt genauso bodenständig wie der Whiskey, den er heute abholt. Von der besonderen Spirituose wurden 1937 nur 61 Flaschen abgefüllt, eine davon gehört jetzt Cees. So leuchten seine Augen dann auch ein bisschen, als die Verkäuferin den Schlüssel zur Holzbox überreicht. Da haben die Fotografen ihren Job aber längst schon getan.