Im Biergarten des Augustinerkellers haben die Transrapid-Gegner das Aus der Magnetschwebebahn gefeiert. OB Ude lobte den Kampf "gegen das große Geld".
Dass Monika Barzen den Transrapid eines Tages vergessen könnte, ist relativ unwahrscheinlich. Trotzdem hat die Vorsitzende des "Aktionskreises contra Transrapid" am Sonntag ein Modell des Magnetschwebezugs geschenkt bekommen - als Erinnerung. "Du musst ihn ja nicht ins Wohnzimmer stellen", empfahl SPD-Stadträtin Diana Stachowitz.
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Im Biergarten des Augustinerkellers hatten die Transrapid-Gegner zur "Siegesfeier" gebeten - und weil es in Bayern nicht allzu häufig vorkommt, dass man einen Erfolg gegen die Staatsregierung erringen kann, waren auch prominente Mitstreiter der Einladung gefolgt.
Zum Beispiel Oberbürgermeister Christian Ude: "Ohne seine extreme Mithilfe hätten wir das nicht schaffen können", sagte Monika Barzen. Ude lobte den Kampf "gegen das große Geld, gegen das unsinnige Prestigeprojekt" und zeigte sich überzeugt, dass "nur die bohrenden Fragen" dazu geführt hätten, dass am Ende die tatsächlichen Kosten des Transrapids öffentlich wurden.
Dass die Staatsregierung nun versuche, den Preis für die Express-S-Bahn auf 900 Millionen Euro statt auf 300 Millionen Euro hochzurechnen und darüber hinaus keinen Plan B habe für die Flughafen-Anbindung, sei "ein Armutszeugnis sondergleichen". Am Wochenende schlug der CSU-Europa-Abgeordnete Bernd Posselt aber eine neue ICE-Trasse zwischen München-Salzburg vor, auch wegen der besseren Aussichten auf Fördermittel.
Martin Runge, Grünen-Landtagsabgeordneter, resümierte zum Transrapid: "Gut, dass wir dieses Phantom beerdigt haben - es hat Spaß gemacht, aber es war auch anstrengend." Der Erfolg habe aber auch Mut gemacht: "Wir können was ausrichten gegen das viele Geld", sagte er.
Aufgeräumter Stimmung zeigten sich auch Christian Magerl, der wie Runge für die Grünen im Landtag sitzt und einer der Vorkämpfer gegen den Bau der dritten Startbahn am Münchner Flughafen ist, sowie Münchens SPD-Chef Franz Maget. Selbst der Transrapid-Totengräber, der sich eigens zu diesem Anlass in eine schwarze Kluft gezwängt hatte, konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Seine Arbeit hat er schließlich erfolgreich erledigt.
(SZ vom 28.04.2008)
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Die neueste Antwort
Der TR ist und war definitiv zu teuer.
- Falsch! Die Tunnelanlagen sind aufgrund übertriebener DB auflagen exorbitant teuer geworden. Die Fahrzeuge und Leittechnik hätten nur einen Bruchteil der Kosten ausgemacht.
Der TR ist und war definitiv nicht sinnvoll.
- Falsch! Der TR hätte alle Vorteile auf seiner Seite gehabt - leise, schnell, umweltschonend, kurz eine Echte alternative zum Privatauto
Was hat Ude mit der Entscheidung der Amerikaner US$ 90 Mio. auszugeben zu tun?
- Nichts! Aber sie verstehen ja anscheinend keine Andeutungen oder Vergleiche, d.h. DER IRAK-KRIEG hat rein gar nichts mit dem TR zu tun! Und Geld zu verschenken hat - fast kein Staat!
Sind Sie sich im Klaren darüber, dass in München für die Planung des TR ca. 70 Mio. in den Sand gesetzt wurden...
- ???? Ist das ihr Ernst? Ohne Worte!
Nur zu Ihrer Info: Auch in Amiland wird's nix mit TR.
- Hellseher?
Eine Xpress-S-Bahn wird nur mit 2. Stammstrecke und nur mit neuem Gleisbett und nur mit 4-7km Tunnelanlagen funktionieren. Aber das alles kriegen wir ja anscheinend geschenkt - von Herrn Ude vielleciht?
Beeindruckend ist es, weil die TR-Technilogie angeblich zu teuer, veraltet, und überhaupt nicht sinnvoll ist. Anscheinend ist dies unverständlicher Weise nicht die Ansicht aller Entscheidungsträger.
Was hat der Irak-Krieg damit zu tun? Her Ude war auch gegen das neue Stadion, und die Ringtunnel. Hat er deshalb überhaupt noch einen Anspruch auf Glaubwürdigkeit? Daher bleiben sie bitte beim Thema.
Manche werden es leider nie begreifen, andere wollen es einfach nur nicht wahrhaben - eine eche Alternative zum TR wird es weder kurz noch mittelfristig geben. Vielleicht irgendwann - aber sicher nicht mehr in dieser noch in der nächsten Dekade.
Übrigens: Der US-Senat hat vor wenigen Wochen 90 Mio-US$ für Projektplanungen zu konkreten TR-Strecken (u.a. eine 50km Lange Flughafenanbindung für Las Vegas) gebilligt. Aber auch das Beeindrukt einen Gegner nicht - weil der TR nicht taugt. Punkt-Ende-Amen!
Bisher mußten sich die TR-Gegener mit bloßen Diffamierungen des TR-Projekts begnügen. Aber jetzt haben sie die Chance, endlich zu beweisen, was hinter den leeren Worthülsen eines Ude, eines Mageth usw. steckt:
Wo bleibt den die alternative? Ich dachte bis 2012 soll die X-Press-S-Bahn bereits fahren? aber es gibt noch nicht mal ansatzweise Planungen dazu - lediglich Voruntersuchungen!
Übrigens: Es gibt nach wie vor kein einziges haltbares(!) Argument gegen den Bau der TR Strecke. Einzig der politische Wille sowie ökologische Weitsicht haben gefehlt.
hat sich einschlägigen Meldungen zufolge bereits geoutet: die Bürgermeister der Gemeinden Unterföhrung und Ismaning wollen keinen Flughafenexpress auf ihrem Gemeindegrund. Nachzulesen unter http://www.wochenanzeiger.de/article/75953.html .
Und nu? Der Transrapid ist (leider) gestorben. Was jetzt dringend her muss, ist ein schneller, schienengebundener Flughafen-Shuttle. Aber bitte nicht auf existierenden S-Bahngleisen mit womöglich wieder x Zwischenhalten, die von profilneurotischen Dorfschulzen durchgesetzt werden - wenn sie das Projekt schon nicht ganz verhindern. Was Fluggäste und der Flughafen dringend brauchen, ist eine schnelle und komfortable Direktverbindung. Die bestehenden S-Bahnstrecken reichen von den Kapazitäten her nicht aus. Bleibt eigentlich nur ein Schienenstrang auf der ursprünglichen Transrapid-Trasse. Alles andere ist halbherziges Gebastel und bringt keinen Fahrzeitgewinn und sicher auch keine Ersparnisse. Wären U-Föhring und Ismaning einverstanden, müsste Udes "MAEX" nicht nur zwischen Leuchtenbergring und Johannneskirchen unter die Erde verbann, sondern auch um die besagten Nachbargemeinden herum oder gar untendurch geführt werden. Dann in neuen Tunnels. Es glaubt doch niemand ernsthaft, dass ein Express einfach so mit 140 km/h durch die U-Föhringer und Ismaninger Tunnelbahnhöfe hindurchbrettern dürfte. Fluhafen und Fluggäste wollen keine dritte Bummelbahnvariante, sondern einen Express, der den Namen auch verdient.
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