Wenig Appetit auf Schweinshaxen und Würstl

Anzeige

Mehr Menschen - mehr Bier: 3,3 Millionen Maß wurden ausgeschenkt, gegenüber 3,1 Millionen 2008. Erstaunlich ist die Steigerung bei den nicht-alkoholischen Getränken, bei denen die Nachfrage um 15 Prozent anstieg. Wenig Appetit hingegen hatten die Wiesn-Besucher auf Schweinshaxen und Würstl, Eis und Fruchtspieße liefen dagegen gut. Immerhin: In der Ochsenbraterei traten 60 Ochsen ihre letzte Karussellfahrt an, vier mehr als 2008.

Die Krise merkten besonders die Souvenirhändler. "Hohe Feier- bei gedämpfter Konsumlaune" nannte Christian Ude diese Zurückhaltung. Bei den Fahrgeschäften taten sich vor allem die spektakulären schwer - was für Weishäupl mit dem Trend zur Tracht zusammenhängt: "Die sind nicht so dirndltauglich."

Das Rote Kreuz hatte mehr zu tun als in den vergangenen Jahren - und wieder ist das Wetter schuld: "Wer schwitzt und diesen Verlust von Körperflüssigkeit allein mit Wiesn-Bier ersetzt", erklärt Kurt Schneider, ärztlicher Leiter der Sanitätsstation, "dehydriert leicht und belastet damit erheblich sein Kreislaufsystem." Die Folge: 399 Bierleichen. Insgesamt verarzteten Mediziner und ehrenamtliche Helfer 4698 Menschen, das sind gut 1500 mehr als im vergangenen Jahr.

Sie sind jetzt auf Seite 2 von 2

  1. Taktik gegen den Terror
  2. Sie lesen jetzt "Die sind nicht so dirndltauglich"
Leser empfehlen 

(SZ vom 28.9.2009/bön)