"Die sogenannte Sicherheitskonferenz hieß früher Wehrkundetagung. Und das trifft es noch immer: Mit Sicherheit hat das, was dort besprochen wird, überhaupt nichts zu tun. Sicherheit bekommt man, wenn man Frieden schafft. Wir bräuchten da eine ganz andere Überschrift. Die Fragen müssten lauten: Was braucht es an Prävention? An internationalem Konfliktmanagement? An Kooperationen über Bündnisgrenzen hinweg? Wie lässt sich das Leben der Bevölkerung in den einzelnen Ländern verbessern, damit dort mehr Demokratie wachsen kann?

Aber man muss sich ja nur die Teilnehmerliste anschauen, um zu sehen, dass in München jedes Jahr aufs Neue diejenigen zusammensitzen, die einseitig auf militärische Lösungen setzen und - soweit es um die Vertreter der Waffenlobby geht - auch daran verdienen wollen. Da werden große Geschäfte gemacht, es geht um Macht und Einfluss. Aber mit militärischen Strategien wurde noch nie Frieden geschaffen."

18. Februar 2017, 13:202017-02-18 13:20:03 © SZ vom 18.02.17/bhi