Sendling Aufgeben gilt nicht

"Montessori für Sendling" hofft auf das Großmarkt-Gelände

Auch ohne eigene Schule macht der Verein "Montessori für Sendling" weiter. Der Verein will sich weiterhin für eine langfristige Lösung für die älteste Montessori-Schule Bayerns einsetzen, kündigte eine Vertreterin im Bezirksausschuss an. Der Verein hofft, auf jenem Teil des Großmarkt-Geländes, das die Markthallen in einigen Jahren freimachen, ein Grundstück für eine Schule, Kindergarten, Krippe und Hort zu bekommen. Im Ausschuss zeigte man sich positiv überrascht über die Ankündigung.

Wie bekannt, muss die Montessori-Schule an der Reutberger Straße in Sendling nach mehr als 40 Jahren ausziehen. Der Träger, die Aktion Sonnenschein, die sich bereits in ihr zweites Schulgebäude an der Heiglhofstraße in Hadern zurückgezogen und dies ausgebaut hat, muss zum 31. August alle Gebäude in Sendling abreißen und das Grundstück räumen. Ein Großteil der Sendlinger Eltern und Förderer der Montessori-Idee will sich nicht mit dem Umzug nach Hadern abfinden. Sie plädieren für das Weiterführen des Sendlinger Zweigs, eine integrative Richtung mit geringerem Anteil von speziell zu fördernden Kindern.

Die Stadt, die das Grundstück an der Reutberger Straße für ein eigenes Schulgebäude benötigt, hatte dem Verein während der dreijährigen Suche keine Alternative zur Verfügung stellen können - obwohl die Eltern sich für alle möglichen Varianten und Zwischenlösungen, auch im Container, offen zeigen. Die Bürgermeister Josef Schmid (CSU) und Christine Strobl (SPD) haben angekündigt, dass die Stadt die Flächen auf dem Großmarkt-Areal nicht versprechen könne, sie müssten öffentlich ausgeschrieben werden. Und das wird nicht vor dem Jahr 2020 geschehen.