Jeden zweiten Tag muss die Mutter dreier Kinder zur Blutuntersuchung. Eine Quale, denn sie bekommt bei geringster Anstrengung kaum Luft und muss sich schonen.

"Jeden Tag habe ich Angst, dass ich wieder krank werde", sagt Anna M. Nach der Geburt ihres dritten Kindes, des jetzt vier Wochen alten Rafael, erlitt sie eine Thrombose und überlebte nur knapp. Jeden zweiten Tag muss die Mutter dreier Kinder, die seit der Trennung von ihrem Lebensgefährten in einer städtischen Notunterkunft lebt, zur Blutuntersuchung. Sie bekommt bei geringster Anstrengung kaum Luft und muss sich schonen.

Anzeige

Doch die Versorgung von Dorota, 11, Michael, 3, und Rafael strapaziert sie sehr. Obwohl Dorota sie unterstützt und ganz liebevoll mit ihren kleinen Brüdern umgeht, das Baby vorsichtig hochhebt und auch füttert. Anna M. erzählt, wie sie nach der Geburt mit rasenden Kopfschmerzen aufwachte, ihr Baby war im Brutkasten. Es hatte einen Herzfehler und ist inzwischen operiert. Ihre Kopfschmerzen gingen nicht weg, doch Anna M. führte sie auf die Aufregung zurück. Nach drei Tagen zitterte zuerst ihre Hand, dann brach sie zusammen, lag im Koma.

Drei Wochen musste sie im Krankenhaus verbringen, während ihr Sohn im Herzzentrum lag. Die großen Kinder waren bei Freunden. Auch der ehemalige Lebensgefährte erkrankte kurz nach der Geburt seines Sohnes, er wurde inzwischen an der Bauchspeicheldrüse operiert. Zu Weihnachten wünscht sie sich nur eins: "Gesundheit." Dorota träumt von Spielen und Michael von Lego.

Wer helfen will, wird um ein Geldgeschenk gebeten, das überwiesen oder Montag bis Freitag von 9.30 bis 18 Uhr und an allen Samstagen im Dezember von 9.30 bis 15 Uhr im SZ-Servicezentrum, Sendlinger Straße 8, eingezahlt werden kann. Unser Spendenkonto: "Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung e.V." HypoVereinsbank München Kto.-Nr. 82228 (BLZ 700 202 70)

Weitere Informationen: www.sz-adventskalender.de

Leser empfehlen 

(SZ vom 29.12.2007)