Die Decke ist Günther S. schon oft auf den Kopf gefallen. "Man ist doch kein Mensch mehr, wenn man immer nur im Bett liegt", sagt der 45-Jährige, den inzwischen nicht nur körperliche Beschwerden, sondern auch Depressionen und Ängste quälen.
Depressionen, Angst und körperliche Beschwerden - Günther S. wacht nachts schweißgebadet auf, sagt seine Frau Eva, doch die Beruhigungstropfen, die sie ihm gibt, bezahlt die Kasse nicht. "Auch nicht die Erkältungsmittel der Kinder und manche anderen Medikamente", klagt sie. Zwei Kinder besuchen die Förderschule, eines ist im Kindergarten.
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Vier Bandscheibenvorfälle, an der Lenden- und der Halswirbelsäule, machen Herrn S. seit Jahren hilfsbedürftig. Seine Frau muss den schweren Mann im Bett aufrichten, ihn bei jedem Schritt stützen, falls er das Aufstehen schafft. Sie spritzt dem Diabetiker täglich Insulin, und "manchmal muss ich ihn füttern", sagt sie zum "24-Stunden-Job". S.ist ohne Chancen aufgewachsen, kann kaum lesen und schreiben, den Schriftkram macht seine Frau.
Gerade läuft ein Einspruch gegen die Ablehnung der Pflegestufe I. An allen Ecken und Enden fehlt der Familie, die von Hartz IV lebt, das Geld. Eva S. lässt sich ihre Rückenschmerzen nicht kurieren, um die Praxisgebühr zu sparen, einen Wintermantel besitzt sie nicht. Wichtiger, doch viel zu teuer, sei eine gute Matratze für den Kranken.
Wer helfen will, wird um ein Geldgeschenk gebeten, das überwiesen oder Montag bis Freitag von 9.30 Uhr bis 18 Uhr und an allen Samstagen im Dezember von 9.30 bis 15 Uhr im SZ-Servicezentrum, Sendlinger Straße 8, eingezahlt werden kann. Unser Spendenkonto: "Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung e.V." HypoVereinsbank München Kto.-Nr. 82228 (BLZ 700 202 70)
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(SZ vom 13.12.2007)
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