Sechs Einrichtungen in München melden erkrankte Kinder, doch der Betrieb geht trotz Kritik der Eltern weiter. Das KVR hält Schließungen für das letzte Mittel.
Die Schweinegrippe bereitet sich drei Wochen nach dem Ende der Sommerferien an den Münchner Schulen wieder verstärkt aus. An sechs Schulen haben sich laut Kreisverwaltungsreferat Erkrankungsfälle der Neuen Grippe (Neue Influenza A/H1N1) bestätigt. Schulschließungen wurden bislang aber nicht angeordnet. Das Gesundheitsamt will den weiteren Verlauf bei den Ansteckungen zunächst beobachten. Am Albert-Einstein-Gymnasium in Harlaching haben sich aktuell mindestens 21 Schüler mit Schweinegrippe infiziert. Die Betroffenen wurden nach Hause geschickt, auch diese Schule bleibt bis auf weiteres geöffnet.
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Am Albert-Einstein-Gymnasium sind mindeste 21 Schüler erkrankt. (© Foto: Schellnegger)
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Die Buben und Mädchen hätten sich seit Schulbeginn trotz Hustens und Schnupfens in den Unterricht geschleppt, berichtet eine verärgerte Mutter. "Die ganze Schule war am Keuchen." Wegen des enormen Drucks im achtjährigen Gymnasium (G8) hätten sich die Jugendlichen aber nicht getraut, zu Hause zu bleiben. "Meine Tochter, bei der sich der Influenzaverdacht ebenfalls bestätigt hat, liegt jetzt zu Hause und heult, weil sie glaubt, dass sie nicht mehr mitkommt im Unterricht", sagt die Frau. Sie könne den Schulleiter nicht verstehen, der nach zwei Dutzend bestätigten Schweinegrippe-Fällen und womöglich 30 weiteren erkrankten Schülern den Betrieb weiterlaufen lasse. Tatsächlich geht auch die Schulleitung von einer "hohen Dunkelziffer" aus. Zurzeit sollen rund 50 Schüler mit Grippesymptomen krankgeschrieben sein.
Dennoch sieht Direktor Winfried Steflbauer die Situation "sehr gelassen". Das Gesundheitsamt sei über die Infektionen informiert worden, er selbst habe alle Klassen besucht und die Schüler über das weitere Vorgehen und die Hygienemaßnahmen zu Verhütung von weiteren Ansteckungen aufgeklärt. Weil die Amtsärzte derzeit keinen Grund zur Schließung des Gymnasiums mit rund 750 Schülern sehen, geht der Unterricht normal weiter. Klaus Kirchmann vom Kreisverwaltungsreferat betont, Schulschließungen seien "das letzte Mittel". Die Ärzte im Gesundheitsamt wollten die weitere Ausbreitung der Grippe noch beobachten. Am Gymnasium in Pullach, das bis zum gestrigen Montag eine Woche lang wegen Schweinegrippe komplett geschlossen war, hatte sich die Zahl der Infizierten nicht stoppen lassen. Man hatte gehofft, die Infektionskette unterbrechen zu können, musste dann aber sehen, dass die Zahl der Erkrankten sprunghaft auf 36 angestiegen war.
In München sind sowohl Gymnasien wie auch Real-, Haupt- und Grundschulen von der Influenza betroffen. Der deutsche Philologenverband rät, bei anstehenden Schulfahrten die Reiseziele genau zu überprüfen. "Es fällt auf, dass die Mehrheit der Ansteckungsfälle im Anschluss an Auslandsfahrten, insbesondere nach Spanien, aufgetreten ist. Deshalb ist zu überlegen, ob nicht bei der Wahl der Ziele auch der Gesichtspunkt der Ansteckungsgefahr stärker thematisiert werden muss", so der Verbandsvorsitzende Heinz-Peter Meidinger.
In München haben sich nach Angaben des Landesamts für Gesundheit bislang 366 Schweinegrippe-Fälle bestätigt, wobei sich 171 Personen auf Reisen angesteckt haben sollen. Im Landkreis München gibt es bis dato 194 Erkrankte.
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(SZ vom 06.10.2009/wib)
Kanzlerin Merkel und die Macht
Die neueste Antwort
"Wenn Ihre Tochter Angst hat wegen ein paar Tagen krank zu Hause in der Schule zu versagen, sollte sich die Mutter mal fragen ob das Kind auf der richtigen Schule ist."
Keine Ahnung aber einfach mal mitreden.
läßt auf eine künstlich von der Pharma-Industrie geschürte Massenhysterie schließen - das Geschäft mit dem Impfstoff scheint schon jetzt ein profitables Geschäft gewesen zu sein. Die sogenannte Schweinegrippe ist eine normale Grippe, die ein gesunder, mit den normalen Hausmitteln behandelter Mensch einfach auskurieren kann. Bei kranken, schwachen und gebrechlichnen Menschen ist jede die Grippe und auch jede andere Erkrankung gefährlich.
Meines Erachtens sind die bestätigten Fälle nur der oberste Teil der Eisbergspitze beim Rest ist es niemanden aufgefallen. Seit dem Bekanntwerden des Erregers und den ersten Krankheitsfällen gab es allein in Bayern zigtausend Auslandsreisen, jede Menge Volksfeste andere Events mit Massenauflaufcharakter ... und und und ... die Dunkelziffer ist riesig und ein etwas entspannterer Umgang mit der Grippe wäre angebracht.
Wenn Ihre Tochter Angst hat wegen ein paar Tagen krank zu Hause in der Schule zu versagen, sollte sich die Mutter mal fragen ob das Kind auf der richtigen Schule ist.