Von einer Autobahnbrücke aus haben zwei Jugendliche mit einer Softairwaffe auf Autos geschossen.
Zwei Jugendliche haben am Sonntagnachmittag in Unterföhring von einer Autobahnbrücke aus mit einer Softairwaffe auf Autos geschossen. Eine Polizeistreife kontrollierte den 15-jährigen Schüler und seinen 20-jährigen Freund.
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Lebensgefährlich für die Autofahrer sind die Schreckreaktionen, wenn jemand etwas von einer Brücke wirft. (© Foto: ddp)
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Dabei fanden sich eine Softairwaffe, Munition sowie Plastikkugeln auf der A99. Die polizeibekannten Jugendlichen aus Oberföhring werden wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr angezeigt. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden. "Gefährlich sind nicht die Plastikkugeln", sagte Polizeisprecherin Sabine Allertseder, "sondern die Schreckensreaktionen der Autofahrer, auf die eine Waffe gerichtet wird."
(SZ vom 10.04.2008)
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Offensichtlich handelt es sich um Nachahmungstäter. Aber soll der Staat (wer ist das?) die Berichterstattung verhindern? Manchmal gibt es eine Veraredung zwischen Zeitungen und Polizei, still zu halten. Irgendwer hält sich dann aber nicht daran.
Es würde wohl schon ausreichen, wenn weniger fette Großbuchstaben verwendet würde. Aber ein Apell an das Gewissenlos-Blat ist ohnehin sinnlos.
In Italien sind übrigens die Autobahnbrücken vergittert.
Sie können davon ausgehen, dass ich meinem Sohn in einem solchen Fall wie dem Ihren die Ohren lang gezogen hätte. Allerdings würde ich ihn auch nicht erst unbeaufsichtigt mit einem Luftdruckgewehr hantieren lassen. Man kann eine Softairpsitole aber nicht mit einer Luftdruckpistole gleich setzen. Das eine ist ein Spielzeug, das andere ein Sportgerät.
Es war aber eben KEIN "dummer Jungenstreich", sondern eben total gefährlich! Ein Streich ist nichts, was Menschen in Lebensgefahr bringt, da haben Sie wohl den Sinn eines Jungenstreichs nicht ganz verstanden. Ein Streich bringt Menschen vielleicht in Verlegenheit oder macht eine "Schrecksekunde", aber so, dass zumindest Dritte dann drüber lachen können.
Dergleichen ist hier aber wirklich nicht zum Lachen.
Und ich frage mich, wie Sie reagieren würden, wenn Ihrem Sohn jemand - zum Beispiel nachts - eine Waffe unter die Nase hält und mal eben ruft: Geld her oder ich knall dich ab!
Ich habe die ganz große Vermutung, selbst wenn sich hinterher herausstellen sollte, dass die Waffe nur aus Plastik war und der "Dieb" ein blöder "Spaßvogel" - Sie hätten das nicht lustig gefunden!
Meinem Neffen ist, als der fünf Jahre war, vom 13jährigen Nachbarssohn mit der Luftpistole ein Zahn rausgeschossen worden. Der Ältere lief davon und ließ den Kleinen einfach weinend und blutend stehen. Nicht etwa, dass der Vater nun den Jungen dafür geschimpft und ihm das Gewehr weggenommen hätte, nein, er meinte, er nehme seinen Sohn wohl mal besser mit zu Schießübungen, damit er dann halt nicht "aus Versehen" kleine Kinder trifft. Sorry, aber für solche Väter habe ich nullkommanull Verständnis.
@ Garviel:
Laut anderen Zeitungen (Merkur, AZ etc) handelt es sich um die Effnerstrasse an der Cosimastrasse. Die SZ hat einfach den Polizeibericht abgeschrieben (dort steht EINE Autobahnbrücke), die SZ hat nach Blick auf den Stadplan die A99 identitfiziert (einzige Autobahn auf Feringa Grund)
Ich bin einfach nur bestärkt in meiner Meinung, dass für ordentliche Lokalberichterstattung selbst die AZ besser aufgestellt ist als die SZ. Ich finde es gar nicht gut, wenn jemand den Polizeibericht nimmt, ein Foto von einer Autobahnbrücke dazu packt und dann diese Story "fabriziert". Neulich kam so eine Rheinbrücke bei Regensburg zu stande...
"Ich habe sie ihm nicht gekauft, sondern er hat sie sich selbst von seinem Taschengeld gekauft. Ich habe ihn eindrücklich dahingehend ermahnt, damit nicht auf Menschen oder Tiere zu zielen, aber keine Veranlassung, ihm zu mißtrauen."
Ich gehe davon aus, dass auch in diesem Fall meine Eltern mir diese schlicht und einfach weggenommen hätten.
Es gibt aus meiner Sicht keinen, aber auch wirklich keinen Grund, mit einer täuschend echten Waffe herumzulaufen und sie auf Leute zu richten, auch, wenn die nur Plastikkügelchen verschiesst. Abgesehen davon, dass ich es schon aus Prinzip ablehnen würde, sollte man sich mal vor Augen führen, dass heutzutage die Sensibilität gegenüber Waffen, die auf einen von Kindern und Teenies gerichtet werden, ungleich höher sein dürfte als vor 20 -30 Jahren.
Konnte man damals wohl noch getrost davon ausgehen, dass ein Kind / Teenager wirklich nur eine Wasserpistole auf einen richtet (was schon an der Farbe zu erkennen war), so weiß man heute bei den ganzen Möchtegern-Coolen, die frei rumlaufen, leider nicht, ob es nicht doch eine Waffe aus Papis Schrank ist, mit der man mal aus Spaß rumballert, machen ja schließlich die coolen Helden aus dem TV auch.
Abgesehen davon traue ich mir nicht zu, eine Softair von einer echten Waffe zu unterscheiden. Von daher würde ich auch ohne Rückfrage mich verteidigen, zur Not auch mit Schußwaffe, wenn jemand so ein Teil auf mich richten sollte.
Haben Sie sich mit Ihrem Sohn mal darüber unterhalten.
P.S.: Ich bin definitiv kein überzeugter Pazifist, aber wer mit nachgebildeten Kriegswaffen aufeinander rumballert, bei dem sollte man echt mal Nachschauen, wieviele Schrauben noch fest sitzen. Analog würden vielleicht sechs Monate Irak, Afghanisten oder so evtl. helfen.
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