Volle Zelte, volle Besucher: Hochbetrieb auf der Wiesn bedeutet für die Rettungskräfte auf dem Festgelände Schwerstarbeit. Ein Tagesprotokoll.
Montag, Dienstbeginn 14 Uhr. Die Ausrüstung für Notfalltrage 4 ist einsatzbereit, der Notfallrucksack aufgefüllt, die Batterien des Defibrillators sind geladen, die Sauerstoffflasche liegt griffbereit. Mein Name ist Stefan Hartl, 25 Jahre. Ich bin Medizinstudent der TU München und seit 1995 aktives Mitglied des Bayerischen Roten Kreuzes.
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Insgesamt sind am heutigen Tag sechzig Sanitäter und acht Notärzte ehrenamtlich im Dienst. In meiner Funktion als Rettungssanitäter bin ich auf Trage 4 eingesetzt - zusammen mit dem Einsatzkoordinator Philipp Groha, der per Funk Verbindung mit der Zentrale hält, sowie mit zwei weiteren Sanitätern, Philipp Bauer und Christian Haas. Wir warten in der neuen BRK-Sanitätsstation im Servicezentrum Theresienwiese - wie sechs weitere Tragen-Teams heute - auf unsere Einsätze.
Sichtschutz gegen Schaulustige
Zunächst ist es ruhig, doch um 15.56 Uhr ertönt erstmals die Lautsprecherdurchsage "Trage 4 zum Einsatz", und nun muss es schnell gehen. Hinauf geht es vom Souterrain des Servicezentrums, wo wir unsere Einsatzdaten erhalten, zu unserer gelben Fahrtrage im Hinterhof. Die Ausrüstung wird auf der Trage sicher platziert, und es kann losgehen. Bald sind wir am Hinterausgang des Hofbräu-Zelts angelangt. Ein stark alkoholisierter junger Italiener übergibt sich ständig. Sein Zustand ist akut, wir bringen ihn mit der Fahrtrage, durch einen gelben Sichtschutz vor Schaulustigen gefeit, zur ärztlichen Überwachung in die BRK-Sanitätsstation im Servicezentrum.
Schon wartet der nächste Einsatz, es ist 16.22vUhr. Vor dem Winzerer-Fähndl stürzte ein 32-jähriger Besucher aus New York und klagt nun über starke Schmerzen im Bereich des rechten Sprunggelenks. Wir fordern per Funk einen Krankenwagen an, der den Mann in eine Münchner Klinik zur Röntgenkontrolle bringen wird, um einen möglichen Bruch auszuschließen.
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Bundespräsident Gauck in Jerusalem
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