Von Berthold Neff

Knapp 40 Jahre nach den Olympischen Spielen muss der Olympiapark saniert werden. Das wird nicht billig: 170 Millionen Euro werden benötigt.

Nach den Spielen ist vor den Spielen: Knapp 40 Jahre nach Olympia im Sommer 1972 muss der Olympiapark für viel Geld saniert werden. Fast 170 Millionen Euro sind bis 2017 nötig, um die veraltete Technik im Stadion und in den Hallen auf den neuesten Stand zu bringen.

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Das berühmte Zeltdach von 1972 muss spätestens 2021 saniert werden. Auch das wird teuer. (© Foto: Alessandra Schellnegger)

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Die Um- und Neubauten, die fällig würden, falls München den Zuschlag für die Olympischen Winterspiele 2018 bekäme, würden diese Kosten allein für den Bereich des Olympiaparks mehr als verdoppeln. Die Eishockeyhalle zum Beispiel, die anstelle der derzeitigen Eventarena entstehen soll, könnte bis zu 100 Millionen Euro teuer werden.

Am kommenden Dienstag präsentiert Dieter Reiter, als Referent für Arbeit und Wirtschaft auch für die städtischen Töchter Stadtwerke und Olympiapark zuständig, dem Stadtrat die neuesten Zahlen. Seit 2007 gehört der Olympiapark der Stadtwerke München GmbH, die das gesamte Gelände (außer den Bereich des ehemaligen Radstadions) von der Stadt in Erbpacht übernommen hat.

Die Stadtwerke kümmern sich um Unterhalt und Umbauten und stellen das Gelände samt Bauten ihrerseits gegen eine Kostenpacht der Olympiapark GmbH zur Verfügung. Die muss nur noch dafür sorgen, dass möglichst viele zahlende Zuschauer die Hallen und Freiflächen füllen und so das Defizit reduzieren.

Ein Teil der hohen Investitionen in die zum Teil marode Bausubstanz von 1972 schultern die Stadtwerke aus den Pachteinnahmen, die im Schnitt jährlich 15 Millionen Euro betragen. Damit allein ließe sich die Rundum-Sanierung nicht schultern. Deshalb müssen einige der Kosten für die Sanierung des Olympiastadions sowie der Olympiahalle aus dem städtischen Haushalt finanziert werden.

Für die Instandsetzung der Randbalken und des Betons im Stadion hat der Stadtrat bereits Ende Dezember 2009 insgesamt 10,2 Millionen Euro freigegeben. Doppelt so viel, nämlich knapp 20 Millionen Euro, bewilligte der Stadtrat zugleich dafür, die Olympiahalle zu ertüchtigen. Die wird derzeit für knapp 83 Millionen Euro umgebaut. Bis auf das Restaurant, das im Sommer fertig sein soll, ist der Umbau bereits weitgehend abgeschlossen.

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