Tag zwei im Prozess um den Gewaltexzess der Schweizer Schüler: Anders als angekündigt verweigert nun auch der dritte Jugendliche die Aussage.

Alle drei in München wegen Mordversuchs angeklagten jungen Schweizer haben vor Gericht zu den Vorwürfen geschwiegen. Wie einer der Anwälte sagte, verweigerte am Montag auch der dritte Jugendliche die Aussage - anders als erst angekündigt.

Sendlinger Tor

Tatort Sendlinger Tor: Hier sollen die damals 16-jährigen Mike, Ivan und Benjamin Passanten zusammengeschlagen haben. (© Foto: dpa)

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Aus reinem Spaß am Prügeln sollen die damals 16-jährigen Mike, Ivan und Benjamin im Sommer 2009 fünf Passanten in der Münchner Innenstadt zusammengeschlagen haben. Am Dienstag sollten vor dem Landgericht München I acht Polizisten aussagen, die damals ermittelt hatten. Danach werden die ersten drei Opfer als Zeugen erwartet, am Mittwoch dann zwei weitere Männer, die zusammengeschlagen wurden.

Die Staatsanwaltschaft geht in zwei Fällen von versuchtem Mord aus. Das Verfahren findet zum Schutz der Jugendlichen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die Schüler einer zehnten Klasse aus Küsnacht am Zürichsee waren auf Klassenfahrt und hatten laut Ermittlungen in einem Park gefeiert, Alkohol getrunken und Marihuana geraucht. Zuerst griffen sie drei Mazedonier an, unter ihnen ein Körperbehinderter.

Wenige Minuten später prügelten sie einen Geschäftsmann aus dem nordrhein- westfälischen Ratingen und dann einen Studenten nieder. Beide sollen am Mittwoch in den Zeugenstand treten. Der Versicherungskaufmann ist wie einer der Mazedonier Nebenkläger.

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(dpa/sonn)