Die Klage des Münchner Anwalts Rudolf Peter Bruno Riechwald gegen den Abschuss von Braunbär Bruno hatte das Verwaltungsgericht abgewiesen. Nun will er die Entscheidung des Gerichts anfechten.

Der Münchner Rechtsanwalt Rudolf Peter Bruno Riechwald will die Abweisung seiner Klage gegen den Abschuss von Braunbär Bruno anfechten.

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Das sei ein Fall, den man nicht liegen lassen könne, sagte Riechwald am Montag. Nach dem Erhalt des schriftlichen Urteils werde er den Berufungszulassungsantrag vorbereiten. Es könne nicht angehen, dass der Staat ein europarechtlich streng geschütztes Tier töten lasse, betonte Riechwald.

Ende Mai war der Rechtsanwalt mit seiner Klage vor dem Verwaltungsgericht München gescheitert. Das Gericht wies den Antrag Riechwalds auf Feststellung der Rechtswidrigkeit der Abschussgenehmigung für den Braunbären als unzulässig zurück. Riechwald hatte argumentiert, die Tötung des Bären habe sein Grundrecht auf Naturgenuss verletzt.

Brunos Wanderschaft durch das bayerisch-österreichische Grenzgebiet hatte im vergangen Sommer für Schlagzeilen gesorgt. Der zweijährige Bär riss dabei Schafe, Hühner und Kaninchen, brach in Bienenstöcke ein und zeigte keinerlei Scheu vor Menschen.

Eigens aus Finnland eingeflogene Bärenjäger, die mit ihren Spürhunden Bruno aufstöbern und dann betäuben sollten, mussten entkräftet aufgeben. Umweltminister Werner Schnappauf gab Bruno schließlich zum Abschuss frei. Kurz darauf brachten Jäger den Bären auf der Kümpflalm unweit des oberbayerischen Spitzingsees zur Strecke.

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(sueddeutsche.de/ddp)