Prozess gegen Todesschützen von Dachau Mordprozess soll am 5. November beginnen

Erst wollte der Angeklagte sich nicht behandeln lassen, nun hat er sich doch das zweite Bein amputieren lassen: Das Landgericht München hat den Prozess gegen Rudolf U., der am Amtsgericht Dachau einen jungen Staatsanwalt erschossen haben soll, für den 5. November angesetzt.

Das Landgericht München ist offenbar entschieden, den Mordprozess gegen den kranken Angeklagten Rudolf U. durchzuziehen. Das Verfahren soll bereits in eineinhalb Wochen, am 5. November, beginnen. Das teilte das Gericht am Dienstag mit.

Noch vergangene Woche drohte der Prozess zu platzen, weil der Angeklagte als verhandlungsunfähig galt und sich trotz seiner schweren Diabetes nicht behandeln ließ. Danach aber hatte Rudolf U. überraschend einer Amputation seines zweiten Beines zugestimmt.

Das Gericht geht offenbar davon aus, dass sich der Angeklagte bis zum 5. November so weit erholt hat, dass er verhandlungsfähig ist. Dem 54-Jährigen wird vorgeworfen, im Januar am Amtsgericht Dachau einen jungen Staatsanwalt erschossen zu haben. Zudem ist er des dreifachen Mordversuchs angeklagt.