Auf 30 Hektar soll ein Mischgebiet mit Öko-Schwerpunkt und gemeinschaftlichem Leben entstehen: Die Baupläne für die Prinz-Eugen-Kaserne.
Die Bundeswehr geht, ein neues Stadtquartier entsteht. Statt der Soldaten übernehmen Bautrupps das Regiment, die Umwandlung von ehemaligen Militärarealen in attraktive Wohngebiete schreitet also weiter voran. Jetzt ist der Architektenwettbewerb für das Gebiet der Prinz-Eugen-Kaserne an der Cosimastraße in Bogenhausen entschieden. Die Planungen für ein neues, großes innerstädtisches Wohngebiet kommen damit einen entscheidenden Schritt voran.
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So könnte das Gelände der Prinz-Eugen Kaserne vielleicht irgendwann aussehen, wenn es nach dem Münchner GSP Architekten-Büro ginge. (© Foto: GSP)
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Wie das Gelände künftig genau aussehen wird, ist allerdings noch nicht klar. Das Preisgericht traf keine eindeutige Entscheidung. Insgesamt fünf Büros haben den ersten Preis bekommen. Jedes einzelne muss nun nocheinmal seine Entwürfe im Detail überarbeiten. Bis zum kommenden Herbst soll eine endgültige Entscheidung fallen. Baubeginn für die neue Siedlung könnte im Jahr 2012 sein.
Neue Ansätze im Siedlungsbau
Auf jeden Fall wird sich das rund 30 Hektar große Gebiet - das entspricht der Fläche von 40 Fußballfeldern - grundlegend ändern. Man habe jetzt die einmalige Chance, heißt es im Planungsreferat, den Stadtteil Englschalking zu verschönen und insgesamt den Münchner Nordosten als Wohngebiet deutlich aufzuwerten. Geplant ist ein eigenständiges Quartier mit rund 1600 Wohnungen sowie mit allen erforderlichen sozialen und kommerziellen Einrichtungen.
Es geht darüber hinaus um grundsätzlich neue Ansätze im Siedlungsbau. Verwirklicht werden soll, was immer wieder von Fachleuten in Diskussionen über das Wohnen in der Zukunft gefordert wird und was Stadtbaurätin Merk auch anstrebt: vielfältige und bezahlbare Wohnungen, integratives und gemeinschaftliches Wohnen für unterschiedliche Einkommens- und Haushaltsstrukturen, spezielle Wohnformen für ältere Menschen.
Wer nicht gerne in anonymen Häusern lebt und mehr Kontakt zur Nachbarschaft haben will, soll dazu Gelegenheit haben. Sogenannte Nachbarschaftsmodelle, Baugenossenschaften und -gruppen sind ausdrücklich erwünscht, sagt Stadtbaurätin Elisabeth Merk. Man wolle auf dem Prinz-Eugen-Gelände weit mehr solcher alternativer Baumodelle zum Zug kommen lassen, als dies bisher in anderen Neubaugebieten der Fall gewesen ist.
Große Grünflächen und viele Bäume sollen erhalten bleiben
Ökologisch soll die neue Siedlung insgesamt auf hohem Niveau stehen. Dennoch ist vorgesehen, einen besonderen Öko-Musterbereich mit rund 500 Wohnungen auszuweisen, berichtet Merk: "Wir wollen dort nicht unbedingt nur dick eingepackte Passivhäuser haben, es geht auch um viele andere Maßnahmen." Zum Beispiel um die Nutzung des Regenwassers oder um Dachbegrünungen.
Das Kasernengebiet zeichnet sich durch große Grünflächen und viele Bäume aus. Diese Struktur soll auf jeden Fall erhalten bleiben und sogar noch verbessert werden. Das ermöglicht ein grünes Band von der Isar über das Planungsgebiet bis hinauf in die Landschaften des Münchner Nordostens. Die fünf Siegerbüros haben alle diese Bedingung aufgegriffen und Strukturen entworfen, die beispielhaft für den Wohnungsbau in München sein könnten. Langweilige Wohnblöcke kommen dabei nicht vor. Mit unterschiedlichen Bautypen - vom Mehrfamilienhaus über Stadtvillen bis zum Reihenhaus - will man Vielfalt und Abwechslung schaffen.
Freiflächen zum Bau vom Wohnungen werden auf Stadtgebiet langsam zur Mangelware. Deswegen sei die Umwandlung der Kasernenareale so wichtig, sagt Stadtbaurätin Merk. 2006 hat die Stadt das Gelände der Prinz-Eugen Kaserne für 36 Millionen Euro vom Bund erworben. "Wir hoffen auf eine gute Vermarktung der Grundstücke", sagt der Immobilienchef im städtischen Kommunalreferat, Rudolf Saller. Bemerkenswert ist, dass die Sport- und Schwimmhalle sowie der sogenannte Tauchtopf, in dem die Pioniere Unterwasserarbeiten üben konnten, erhalten bleiben. Der Schul- und Sportausschuss des Stadtrats hat dafür zusätzlich 1,1 Millionen bewilligt. Das trägt dazu bei, dass das neue Quartier einen besonderen Charakter erhält.
Nähere Informationen zu den Wettbewerbsarbeiten bietet die Ausstellung in der Alten Mensa im Olympiadorf, Helene-Mayer-Ring 9, vom 8. bis 19. Juli 2009, täglich von 10 bis 18 Uhr.
(SZ vom 04.07.2009/apet)
Großbrand in Altstadt von Coburg
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Leider wurde und wird aus den fehlern der messestadt ( der name schon!!) und jetzt freiham nichts gelernt.
Die leute wollen dort nicht gerne wohnen. In diesen wohnghettos fehlt es an urbanität. Morgens tiefgarage raus - abends tiefgarge rein. Sonst kein leben auf der strasse bis ein paar mütter im mutterschaufturlaub und ein paar gelangweiligte kids , die an der u-bahnstation klingeltöne tauschen.
Sicher ein grund warum die leute die innenstädtischen altbauten bzw altbestand stürmen und so die hohen preise ins unermässliche steigern.
Hier stimmt die heterogene durchmischung.
Generell herrscht das Parkstadtmodell in München vor, bei dem die Einheiten durch Grün voneinander getrennt sind und jede Einheit eine Vielzahl von Wohnungen umfasst. Also nix anderes als Wohnblocks. Urbanität wird hierdurch nicht erreicht. Auch bleibt die architektonische Vielfalt auf der Strecke.
Ich weiss nicht genau wo dieses Areal ist, aber vieler der neu gestalteten Wohnqartiere sind weder Fisch noch Fleisch. Z.B. Haidhausen nähe Kirchenstraße; dort wird die Urbanität, die durch die "alten" Straßenzüge geschaffen wurde (mit kleinen Geschäften und Wohnungen und Parks) unterbrochen. Diese Wohnanlagen können sich nur durch ihre Nähe zu den alten Quartieren profilieren, schreiben diese jedoch nicht fort. Die östlich vom Ostbahnhof geplanten Siedlungen mit Büros sind pures Gift für eine gesunde weiterentwicklung Münchens. Derart zentrumsnahe Flächen sollte man nicht so zerhacken.
Die Architekten haben keine Schuld daran. Die Schuld - man muss ja fast schon von der Münchner Krankeit sprechen - hat einzig die Stadt München selbst. Die Stadt leistet sich ein Planungsreferat, das seinem Namen einfach nicht gerecht wird: Geplant wird dort absolut nix. Es wird diskutiert und Entwürfe durchgewunken wenn bestimmte soziale Einrichtungen wie Kinderspielplätze usw oder Grünflächen, vorhanden sind. Das kanns einfach nicht sein.
... als dieses häßliche, aber leider inzwischen ortstypische Münchner "Quadratisch, praktisch... na, ja: gut?"?
Profitoptimiert, betonoptimiert - und immer schön eine Dachterrasse oben, das ist wichtig!
Leider nur ist es halt so: Schön geht anders.
"Langweilige Wohnblöcke kommen dabei nicht vor."
Ja genau! Das Bild spricht aber eine ganz andere Sprache. Ob die weißen Bunker nun quadratisch, rechteckig oder hexagonal sind, ändert doch nichts an deren Abscheulichkeit.
Es ist doch immer wieder das selbe. Sämtliche Neubaugebiete der Stadt sind auf die gleiche Weise monoton, steril und vollkommen LANGWEILIG! Da fragt man sich wirklich, was in den Köpfen der Architekten vorgeht, die so einen Mist seit Jahren produzieren.
Vor allem: Es gibt so viele Menschen, die der gleichen Meinung sind und es ändert sich nichts. Wer findet denn sowas schön? Also ich möchte nicht in einem der unzähligen tristen Neubaugebiete wohnen.
Wann kommt das endlich bei den Architekten an, dass diese Art der Neubebauung nicht erwünscht ist und auf breite Ablehnung stößt?
Unsere Kinder werden einmal die Köpfe schütteln und sich denken "was haben sich die damals nur dabei gedacht"...