Ein Renter soll eine 13-Jährige gegen eine einfahrende U-Bahn geschubst haben. Nun sucht die Polizei per Überwachungsbild nach dem Täter.
Wie U-Bahn-Rowdies sehen die Herrschaften auf dem Bild nicht aus: er im gestreiften Polo-Shirt mit Bermudas, sie adrett mit heller Hose und Kaki-Oberteil, im Einkaufslook. Und doch fahndet die Polizei seit Tagen nach dem Mann und seiner Begleiterin. Denn der Mann steht in dem Verdacht, am Montagnachmittag eine 13-jährige Schülerin im U-Bahnhof Petuelring gegen einen einfahrenden Zug geschubst zu haben.
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U-Bahn-Rowdies sehen eigentlich anders aus. Ein Zeuge hat den Mann auf dem Bild jedoch zweifelsfrei als den Täter identifiziert. (© Foto: Polizei/oh)
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Der Mann sei sicher nicht der typische Krawall-Macher, heißt es bei der Polizei. Die Chance, sich selbst zu stellen, hatte er trotzdem bis Donnerstag nicht genutzt. Gestern nun wurden die Beamten bei der Sichtung der Videoaufzeichnungen aus dem U-Bahnhof fündig; die Aufnahme wurde mit richterlichem Beschluss zur Veröffentlichung freigegeben. Das Bild zeigt den Mann und seine Begleiterin, die als Zeugin gesucht wird, wie sie am Montagnachmittag gegen 14.15 Uhr durch das Zwischengeschoss des Bahnhofs gehen.
Schülerin hatte "Riesenglück"
Wenig später muss der Mann sich am U-Bahngleis derart über eine Gruppe Schüler geärgert haben, dass er die 13-jährige Dimitra, eine Münchnerin griechischer Herkunft, gegen die einfahrende U-Bahn schubste. Das Mädchen hatte "Riesenglück", betont Polizeisprecher Peter Reichl. Sie erlitt lediglich blaue Flecke am Oberkörper und einen Schock. Das Mädchen war kurzzeitig zwischen zwei Waggons geraten, wurde jedoch auf den Bahnsteig zurückgeschleudert. "Sie hätte genauso gut zwischen die Waggons fallen können", sagt Reichl. Dann wäre die 13-Jährige heute wohl nicht mehr am Leben.
Trotzdem ermittelt die Kriminalpolizei bisher nur wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den bislang namentlich noch unbekannten Täter. Ein Zeuge, der nach dem Vorfall in der U-Bahn in der Nähe des Mannes saß, hat den Verdächtigen zweifelsfrei als jenen Mann identifiziert, der auf dem Bild zu sehen ist. Die Schülerin war am Donnerstag erneut bei der Polizei, um den Tathergang zu schildern. Bislang rätseln die Ermittler, warum der Mann derart aggressiv auf die Schülerin reagiert hat.
Die Schüler - drei Mädchen und drei Jungs, von denen einige griechischer Herkunft sind - geben an, dass sie auf dem Bahnsteig herumgealbert haben. Dabei habe man den Mann aber nicht berührt; es habe auch keinen Wortwechsel gegeben. Als die 13-jährige Dimitra an ihm vorbeiging, habe er ihr plötzlich den Stoß versetzt. Personen, die den Mann kennen, werden gebeten, sich unter der Nummer 2910-0 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
(SZ vom 06.06.2008/af)
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Die neueste Antwort
Die Aggressivität der Rentner/alten Männer entspringt aus ihrer sinnlos gewordenen Rolle in der Gesellschaft. Ihr Rat wird nicht mehr gesucht, Ansprechpartner sind ohnehin Mutter und Großmutter geworden.
Es ist ein ähnliches Phänomen, wie bei den zornigen, jungen Männern, den young angry men: Keine Perspektive, sie werden nicht gebraucht, sie stehen außerhalb einer Gesellschaft, die sie vergessen hat und schlichtweg nicht mehr braucht.
Bei aller Genugtuung, die hier bei vielen Usern mit ihrem ausgeprägten Deutschenhass vorhanden ist, man sollte alle Täter und alle Opfer gleich bemessen und immer nach ihren Motiven und Hintergründen fragen.
Viele hier scheinen überhaupt nicht zu kapieren, dass sie genauso sind, wie die von ihnen attackierte Gegenseite.
Man erinnere sich: Der ZEIT-Redakteur Jens Jessen wurde massiv abgekanzelt, als er vor wenigen Monaten in seinem Podcast die alten Rentner wegen ihrer Besserwisserei angriff und eine "Atmosphäre der Intoleranz" kritisierte.
Sollte er doch Recht gehabt haben?!
Ausweisen!
Sollt er Deutscher sein, dann schnell ausbürgern und dann ausweisen!!
Ironie? ;)
Ich verfolge schon seit ein paar Jahren, wie eine gewissen Gruppe rüstiger Rentner glaubt, sich alles herausnehmen zu können. Das fängt damit an, daß sie im freitagnachmittaglichen Wochenendpendler-ICE ganz selbstverständlich einen Vierersitz für sich (eine Person) und ihr Gepäck belegen, während andere stehen. (Stellt sich die Frage, warum sie überhaupt mit dem vollsten Zug der Woche unterwegs sein müssen)
War ja nur eine Frage der Zeit, bis sie tätlich werden.
diese zeitungsente musste ja früher oder später kommen, willkommen im sommerloch.
Paging