Passauerstraße am Mittleren Ring Die Monsterbaustelle

Die Dauerbaustelle am Luise-Kiesselbach-Platz raubt vielen Münchner Autofahrern den letzten Nerv. Doch nun müssen sie unweit davon mit noch einer Staustelle auf dem Mittleren Ring rechnen: An der Passauerstraße geht es nur noch schrittweise vorwärts.

Von Karoline Meta Beisel

Gestresste Geschäftsmänner und Großstädter in Wander- und Skifahrlaune haben nur wenig gemeinsam. Und doch gibt es in München einen Ort, an dem sie sozusagen alle im selben Auto sitzen: die Großbaustelle am Luise-Kiesselbach-Platz.

Seit 2009 wird hier der südwestliche Teil des Mittleren Rings ausgebaut und die Geduld der Autofahrer auf die Probe gestellt. Seit Dienstag müssen sie mit einer neuen Staustelle rechnen: dort, wo die Heckenstallerstraße die Passauerstraße kreuzt.

Bislang konnten die Autos auf dem Mittleren Ring in Richtung Westen unter der Passauerstraße hindurchfahren, ohne an einer Ampel halten zu müssen. Weil aber genau an dieser Stelle bald der Heckenstallertunnel anschließen soll, muss jetzt Platz gemacht werden für die Baustelle.

"Der Verkehr muss aus diesem Bereich komplett weg", sagt Nina Lindinger vom Baureferat. Insgesamt fünf Fahrspuren führen über die ampelgeregelte Kreuzung der Passauerstraße Richtung Westen: eine für Linksabbieger, eine für Rechtsabbieger und drei Geradeausspuren. "Der Verkehr in die Gegenrichtung wurde schon Anfang des Jahres nach oben verlegt, jetzt ist auch diese Seite dran", erklärt das Baureferat.

2015 soll der Tunnel für den Verkehr freigegeben werden. Bis dahin gilt die neue Straßenführung, die den Verkehr auf dieser Achse noch weiter verlangsamt. In den vergangenen Tagen hieß das im schlimmsten Fall: Rückstau bis zum Brudermühltunnel. Zwar würden sich die Autofahrer wie bei jeder Baustelle nach ein paar Tagen an die veränderte Verkehrsführung gewöhnen, sagt Nina Lindinger vom Baureferat. An der Tatsache, dass sie jetzt an einer Ampel warten müssen, wo sie vorher freie Fahrt hatten, ändert das aber nichts.