Pasing SPD fordert Planung für Kopfbau-Ersatz

Der alte Kopfbau ist verschwunden, im März 2016 kamen die Abbruchraupen. Mittlerweile schreitet auf dem ehemaligen Bahngrund zwischen Landsberger Straße, Offenbachstraße und Pasinger Umgehung die Wohnbebauung voran. Wäre es nach der Mehrheit der Politiker und Bürger im Viertel gegangen, hätte das Gebäude aus den Dreißigerjahren erhalten und in die Struktur des neuen Wohnquartiers als Kulturzentrum integriert werden können. Der Stadtrat entschied anders, für den Abriss stimmte damals aus Kostengründen auch SPD-Fraktionsmitglied Christian Müller. Hauptargument des Pasingers: Ein Neubau sei günstiger.

Von Müller und seiner Pasinger Fraktionskollegin Constanze Söllner-Schaar kommt nun der Antrag an den Stadtrat, die kommunale Wohnungsbaugesellschaft GWG mit einer Vorplanung zum Kopfbau-Ersatz zu beauftragen. "Dabei soll das Baurecht auf dem Grundstück der Landeshauptstadt bestmöglich genutzt werden", heißt es in dem Antrag. Um die Baustellenlogistik der GWG, die nur bis Ende 2018 zur Verfügung steht, nutzen zu können, müssten die Planungen für das frei stehende Gebäude vorangetrieben werden. "Der Münchner Westen und vor allem Pasing werden in den nächsten Jahren stark wachsen. Gerade deswegen benötigt Pasing ein Stadtteilkulturzentrum mit einem möglichst großen Veranstaltungssaal für Bürgerschaft und Vereine", begründen Müller und Söllner-Schaar ihren Antrag.

Zudem sei nur mit der Realisierung des Ersatzbaus auch die Errichtung der Brücke über die Offenbachstraße möglich. Und diese sei wiederum die "primäre fußläufige Verbindung der westlichen und östlichen Promenade, die dann zum S-Bahnhof Pasing führt".