Pasing Piazza Maria

Im Frühjahr 2016 wurde am Pasinger Marienplatz das Baufeld für den künftigen Magneten freigemacht, bislang haben die Arbeiten nicht begonnen.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Münchner Geschwisterpaar plant Hotel am Pasinger Marienplatz

Von Jutta Czeguhn , Pasing

Piazza Maria, so viel Italienisch spricht wohl jeder Münchner, heißt übersetzt Marienplatz. "Piazza Maria" soll das Hotel heißen, das am nämlichen Platz in Pasing entstehen wird, dort, wo einst die sogenannte Pappschachtel stand und nun schon seit einem Dreivierteljahr eine riesige Baulücke gähnt. Voraussichtlich Ende 2018 wollen die Geschwister Sabrina Gambino-Kreindl und Alessandro Gambino dort ihr Haus, Werbeslogan "Urbaner Lifestyle mit Sinn fürs Wesentliche", eröffnen. Das Hotel ist Teil eines Komplexes, den der Unternehmer Martin Bucher an der Ecke Bodensee-/Planegger Straße realisieren will. Untergebracht sein werden in dem geplanten Bau am Marienplatz nicht nur das Hotel, sondern auch ein Lebensmittelmarkt, eine Drogerie, ein Bio-Markt und Gastronomie sowie 19 sogenannte Serviced Apartments, eine Art Zwitter aus Hotel und Wohnung.

Strittig war zuletzt die Zahl der Stellplätze und die Zufahrt zur Tiefgarage für diesen künftigen "Magneten" am Marienplatz, der diesen Teil Pasings beleben soll. Die vom Investor geplanten 51 Tiefgaragenplätze erschienen dem Bezirksausschuss eindeutig zu wenig, ein Verkehrschaos an dieser neuralgischen Stelle sei programmiert. Der CSU-Ortsverband initiierte gar eine Online-Petition "Rettet den Pasinger Marienplatz". Es dürfe dort kein Einkaufszentrum ohne eine ausreichende Anzahl an Parkplätzen entstehen, so die Forderung.

Die Geschwister Sabrina Gambino-Kreindl, Eigentümer einer Münchner Hospitality Consulting Agentur und bereits Betreiberin zweier City-Hotels, wollen im Mai das erste Haus ihrer neuen Marke, das Gambio Hotel Cincinnati im Fasangarten mit 146 Zimmern, eröffnen. Das geplante 100-Betten-Haus Piazza Maria in Pasing wird diesem vom Konzept her ähneln: Zimmerpreise ab 69 Euro, eine Tee- und Kaffeebar auf dem Zimmer sowie Kühlschränke für Getränke und Snacks zur Selbstbedienung in der Lobby. Im Hotel selbst gibt es keine eigene Gastronomie, stattdessen wird das Erdgeschoss an eine Bäckerei vermietet.