Im ehemaligen Gebäude der Süddeutschen Zeitung in der Sendlinger Straße fand eine höchst konspirative Abschiedsparty statt. Münchens Nachtschwärmer hatten Spaß.
Die Musik hört man schon unten auf der Straße. Bunte Lichter blinken durch die Nacht. Die Schlange am Eingang ist lang, es dauert 45 Minuten, bis man endlich drinnen ist. Die Gäste verteilen sich auf drei Dancefloors, doch überall ist es dicht gedrängt. Der Sound: Electro, Drum'n'Bass, live gespielter Rock. Was sich anhört wie der gerade angesagteste Club der Stadt, ist das ehemalige Redaktionsgebäude der SZ. Im alten Verlagsgebäude an der Sendlinger Straße 8, das bald den Baggern zum Opfer fallen wird, hat das O-Team, eine Gruppe junger Künstler, eine Abschiedsfete der besonderen Art organisiert. Während am frühen Abend noch eine Theaterperformance stattfindet, ist zu späterer Stunde Party angesagt - und zwar vom feinsten.
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Party im alten SZ-Gebäude: Die Gäste verteilen sich auf drei Dancefloors, doch überall ist es dicht gedrängt. (© Foto: Haas)
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Tanzen im Chefredakteurs-Büro
Es ist Sonntagabend. Eigentlich der Tag, an dem man das Wochenende ausklingen lässt. Doch im ehemaligen SZ-Gebäude tummeln sich mehrere Hundert Leute, die das Ende der SZ in der Innenstadt noch einmal richtig feiern wollen. Im Büro des Chefredakteurs Hans Werner Kilz im ersten Stock tanzen die Leute zu Drum'n'Bass. Der zweite Stock, in dem früher die Feuilleton-Redaktion saß, ist jetzt House und Electro angesagt. In der Lokalredaktion im vierten Stock spielen Live-Bands. Das Ganze wirkt wie ein überdimensionaler Szene-Club.
Obwohl die Party im Vorfeld nicht groß angekündigt wurde, ist der Andrang überwältigend. Die Gäste: Studenten, Nachtschwärmer und SZ-Redakteure. Letztere laufen staunend durch das Szenario und können kaum fassen, was in den ehemals heiligen Redaktionshallen abgeht. Überall sitzen Leute auf alten Sofas oder am Boden, an den Wänden sind überall Graffiti, in den Ecken sind Bars aufgebaut, an denen Bier, Sekt und Longdrinks verkauft werden.
Die Stimmung ist überschwänglich, das Publikum tanzt durch die Räume, überall wird geraucht, es wird auf die guten alten Teppichböden geascht. Im zweiten Stock, der sich als größte Party-Area herausstellt, legen namhafte Münchner DJs wie Mooner und Kitt Bang (Zombocombo) oder Mirko Hecktor (Mjunik Disco) auf.
Im vierten Stock albern derweil SZ-Redakteure in den ehemaligen Büros mit Mitgliedern des Theaterprojekts herum. Die Journalisten können fast nicht glauben, was aus ihren ehemaligen Arbeitsplätzen geworden ist. Die Partycrowd freut sich indes, dass es mal wieder eine richtig coole Abschieds-Fete in München gibt. Und trotz des heiligen Sonntags wird gefeiert bis in die frühen Morgenstunden. Und so hat der Auszug der SZ-Redaktion aus der Sendlinger Straße doch noch ein paar Leute richtig glücklich gemacht - wenn auch nur für wenige Stunden.
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(sueddeutsche.de/pfau)
Die neueste Antwort
So kann natürlich nur einer antworten der keine ahnung hat.
was soll das den für ne Veranstaltung sein die da etwa noch veranstaltet werden soll, doch nicht etwa ne Abrissparty, den Montag in der früh standen da schon die Bauarbeiter auf der Matte.
Und wenn du mal auf ner richtigen Party warst wirst du feststellen das es da nicht anders aussah als sonst wo. Allerdings Montag abend eher so als währen wir nie da gewesen, dank der fleißigen Helfer die wieder alles aufgeräumt haben und in den Normalzustand zurückgebaut haben.
war wohl eher das Motto der "Partycrowd"
Das hirnlose Partyvolk hat die Räume verwüstet.
Andere Veranstaltungen, die dort geplant waren müssen jetzt andere Locations suchen.
Und die SZ feiert diesen Schwachsinn noch als colen Event mit Fotostrecke.
es wundert sich der jazzbert.