Olympische Winterspiele 2022 Offen für neue Bewerbung

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) würde eine erneute Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2022 begrüßen. Auch ein Unterstützerkreis will München als Olympiastadt im Gespräch halten.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zeigt sich offen für eine erneute Bewerbung Münchens um Winterspiele. "Wir begrüßen alle Initiativen für olympische Bewerbungen, auch diese, unabhängig von der genauen Jahreszahl", sagte der Generalsekretär des DOSB, Michael Vesper, der Süddeutschen Zeitung. Ende des Jahres haben sich Sponsoren und Befürworter der gescheiterten Bewerbung für Winterspiele 2018 zusammengetan, unter ihnen auch die städtische Olympiapark GmbH. Dieser Kreis bereitet mit Billigung von Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) einen neuen Versuch vor, indem er München als möglichen Austragungsort im Gespräch halten will. Dazu plant die Gruppe, München bei den Sommerspielen in London 2012 auch international wieder in den Vordergrund zu rücken. Unter anderem möchte sie im Deutschen Haus die Präsentation des Olympiaparks anlässlich des Jubiläums 40 Jahre Olympia in München nutzen. "Wir wollen zeigen, was hier alles möglich war und vielleicht auch möglich ist", sagt Olympiapark-Chef Ralph Huber. Er hatte die Initiative am Montag öffentlich gemacht.

Der DOSB hatte bei seiner Vollversammlung Anfang Dezember einen erneuten Anlauf für 2022 abgelehnt, weil eine Bewerbung für die Spiele 2022 "derzeit" keine Aussicht auf Erfolg habe. "Wir haben gesagt: zum jetzigen Zeitpunkt nein - aber die Situation kann sich noch ändern", sagte DOSB-Generalsekretär Vesper am Dienstag. "Wir wollen die Lage weiter beobachten." Die Bewerbungsfrist für Winterspiele 2022 endet erst im Herbst 2013.

Christian Ude wollte sich auf den Termin einer erneuten Bewerbung allerdings nicht festlegen. Er hält auch Winterspiele zu einem späteren Termin in München für möglich. Ein weiterer Anlauf sei nur zu einem Zeitpunkt sinnvoll, den auch der DOSB gutheiße, sagte Ude. Er selbst ist nicht Mitglied des Unterstützerkreises. Doch dessen Vorgehen wird offensichtlich mit ihm koordiniert. "Wir werden uns eng mit der Stadtspitze abstimmen", sagte ein Sprecher der Olympiapark GmbH.