Olympiapark Weltberühmtes Ensemble

Der Olympiapark ist künstlich angelegt und in seiner Art einzig

Die Bauten und die Landschaft bilden ein Ensemble, das in der ganzen Welt bekannt ist: Der Olympiapark ist seit den Sommerspielen von 1972 zu einem Markenzeichen Münchens geworden, ein Schatz unter den Grünanlagen. Allerdings gibt es auch immer wieder Veränderungen in und um den Park. Neben der Zeltdach-Architektur der Sportstätten sind neue Bauwerke entstanden, wie zum Beispiel das Sea Life oder die Kleine Olympiahalle. Am Rand des Parks setzen etwa die BMW Welt oder das Stadtquartier Ackermannbogen markante architektonische Zeichen.

Der Park ist kein Museum. Er selbst und seine unmittelbare Nachbarschaft entwickeln sich weiter. Doch die Stadt versucht, dass die hohen Qualitäten der Anlage nicht verloren gehen. Bevor 1966 die Planungen für den Olympiapark begannen, prägte das wenig abwechslungsreiche Oberwiesenfeld - ein ehemaliges Flugplatz-Areal - das Erscheinungsbild des Gebiets. Der Architekt Günter Behnisch und sein Team sowie der Landschaftsarchitekt Günther Grzimek gestalteten außergewöhnliche Sportstätten, die in eine besondere Landschaft nach dem Vorbild des Alpenvorlandes eingebettet waren. Berg, Täler, Wege, der See sollten zusammen mit den Hallen und Zeltdächern zu einer harmonischen Einheit werden.

Eine künstlich geschaffene Anlage, die sich wie selbstverständlich in das Stadtbild einfügt und die von den Besuchern hoch geschätzt wird - könnte man einem Landschaftsarchitekten ein schöneres Kompliment machen? Anlässlich des 100. Geburtstages von Günther Grzimek gibt es an diesem Montag, 29. Februar, um 19 Uhr eine Diskussionsrunde in der Rathausgalerie am Marienplatz.