Teurer Marathon durch die Olympia-Bürokratie - Bis zur endgültigen Entscheidung durch das IOC im Jahr 2011 hat München noch viele Hausaufgaben zu erledigen.
An die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2018 mag der Oberbürgermeister noch nicht denken. "Der überwältigend größere Teil der Wegstrecke liegt noch vor uns", sagte Christian Ude, nachdem der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sich einstimmig für eine Olympia-Bewerbung Münchens ausgesprochen hatte.
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Aber olympisch gesehen ist München mit dieser Entscheidung erst einmal noch gar nichts. Erst 2011 wird das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheiden, wo die Spiele 2018 steigen werden. Und noch ist München nicht einmal ein offizieller Bewerber, geschweige denn eine Kandidatenstadt, deren Bewerbung das IOC akzeptiert hat.
Bis 2009 - den genauen Einsendeschluss hat das IOC noch nicht festgesetzt - hat München nun Zeit, die Bewerbung auszuarbeiten. Das wird die Aufgabe einer wahrscheinlich als GmbH organisierten Bewerbungsgesellschaft sein, die sich Anfang 2008 gründen soll. In ihr werden unter der Führung des DOSB Bund, Freistaat, Sportverbände und natürlich die Bewerberorte München, Garmisch-Partenkirchen und Schönau am Königssee vertreten sein. Die Gesellschaft werde "die Bewerbung hochprofessionell betreiben", verspricht der OB.
Nachdem der DOSB München dem IOC als Bewerberstadt genannt hat, werden erst einmal 150000 US-Dollar Bewerbungsgebühr fällig. Ein paar Monate später erwartet das IOC dann die Bewerbungsunterlagen: ein gebundenes Buch des Formats A4, mit höchstens je 25 Seiten auf englisch und auf französisch plus ein Anhang aus Karten, Plänen und Tabellen, zu senden in 80 gedruckten und 30 auf CD-Rom gepressten Exemplaren. Darin muss die Bewerberstadt genauer auf 25 Fragenkomplexe zu Konzept und Finanzierung, zu Sportstätten und Hotels, zu Verkehr und Sicherheit, zu öffentlicher Meinung und politischer Unterstützung der Spiele antworten. Spätestens bei Abgabe dieses Buches muss klar sein, wo genau welche Wettkämpfe steigen und wer in welcher Höhe den Bau der Anlagen bezahlt.
Nach Prüfung dieser Unterlagen entscheidet die 15-köpfige IOC-Exekutive, ob sie München als Kandidatenstadt akzeptiert - ein Schritt, den bei der Wahl der Gastgeberstadt 2014 nur drei von sieben Bewerbern schafften. Überspringt München diese Hürde, sind noch einmal 500000 US-Dollar Kandidatengebühr zu überweisen und bis wahrscheinlich Ende 2010 noch einmal deutlich dickere und genauer in die Details gehende Bewerbungsakten abzugeben, die auf einen 160-seitigen Fragekatalog ausführliche Antworten geben müssen. Auf Grundlage der Bewerbung, des Berichts einer Evaluierungskommission und der Präsentation der Stadt stimmt dann voraussichtlich 2011 die IOC-Vollversammlung darüber ab, wer die Spiele bekommt.
Insgesamt wird dieser Bewerbungsmarathon rund 35 Millionen Euro kosten. Es gebe "gute Aussichten" dafür, dass private Sponsoren diesen Betrag übernähmen, sagte OB Ude der SZ. Erste Gespräche über eine Unterstützung der Bewerbung durch Münchner Unternehmen und nationale Konzerne hätten "eine sehr positive Resonanz gefunden". Ein Gesicht des Münchner Drangs zu Olympia wird es dagegen nicht geben - für München werben sollen, so Ude, "mindestens ein halbes Dutzend" ehemaliger Olympiasieger.
(SZ vom 11.12.2007)
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......hat man nicht vergessen, dass man zu einer solchen Veranstaltung auch Schnee
braucht, denn unsere Klimapäpste erklären uns ja dauernd, dass es bald keinen Winter mehr gibt. Oder werden bis dahin schon Hallen gebaut zum Skifahren?
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