Der Chef des Deutschen Olympischen Sportbunds Thomas Bach will die Spiele möglichst bald nach Deutschland holen.
Folgt dem Münchner olympischen Sommer von 1972 nun der Winter 2018? Die Chancen dafür, dass sich die Spitzen des deutschen Sports mit München und seinen Alpen-Partnern um die Olympischen Winterspiele 2018 bewerben wollen, sind vor der entscheidenden Sitzung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) gestiegen.
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"Wir wollen Olympische Spiele in Deutschland zum frühestmöglichen Zeitpunkt", sagte DOSB-Präsident Thomas Bach am Rande der Hundert-Jahr-Feier des Internationalen Schießsport-Verbandes in München.
Ermunternde Worte gab es auch von Jacques Rogge, dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Rogge erklärte, "das IOC würde eine starke deutsche Bewerbung immer begrüßen". Für München positive Andeutungen hatte DOSB-Chef Bach bereits in Guatemala-Stadt gemacht. Nachdem das russische Sotschi den Zuschlag für die Winterspiele 2014 erhalten hatte, sei die "Tür für Spiele in den Alpen ein Stück weiter offen".
Bach zufolge ist eine Bewerbung um Winterspiele aussichtsreicher, weil dafür nur Teile dreier Kontinente in Frage kämen - Nordamerika, Asien und Europa. Und Sotschi, so Bach, werde nicht direkt Europa zugeordnet.
Das DOSB-Präsidium will am Dienstag in Frankfurt entscheiden, für welche Spiele Deutschland den Hut in den Ring werfen soll. Beobachtern zufolge könnte der Entschluss für den Winter und München schon feststehen. Eine Kandidatur für den Sommer 2016 hält Bach für wenig aussichtsreich, da die Sommerspiele 2012 in London stattfinden.
Gestern im Rathaus, wo sich der Stadtrat zu seinem letzten Plenum vor der Sommerpause traf, war die Olympia-Kandidatur kein Thema. OB Christian Ude (SPD) hat jedoch bereits erklärt, dass München "bestens gerüstet und kaum zu toppen" sei. Die Stadt werde sofort nach einem positiven Votum des Sports mit den Vorbereitungen für die Kandidatur beginnen.
(SZ vom 19.7.2007)
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