OktoberfestBei den Wiesnplakaten könnte man mehr wagen

Der Kunsthistoriker Thomas Weidner analysiert die Wiesnplakate seit 1952 und kommt zu einem nüchternen Schluss.

"Schon das erste Plakat stand für eine gewisse Kontinuität. Sein Gestalter Eugen Maria Cordier hatte zwischen 1933 und 1945 viele Plakate für Ausstellungen der Nazis entworfen."

Der Kunsthistoriker Thomas Weidner kennt sich zwangsläufig gut aus mit der Geschichte des Wiesnplakats. Der 54-Jährige ist nicht nur stellvertretender Direktor des Stadtmuseums, sondern auch Leiter der Grafiksammlung des Hauses. "Es gibt keine Veranstaltung", sagt er, "die so lange und so kontinuierlich beworben wird, obwohl diese Werbung eigentlich längst überflüssig ist."

Bild: Münchner Stadtmuseum 2. Februar 2018, 17:142018-02-02 17:14:57 © SZ.de/fjk//huy