"Was ist ein solches Personenspektrum?", fragt die Anwältin Ricarda Lang. Ihr Mandant, Marouane S., steht auf keiner Gefährder-Liste. Er war in keinem Terrorcamp, ist aber streng religiös. Auch hat er einen Bruder, der angeblich vor sechs Jahren gemeinsam mit Hatem M. in Bonn Bekkay Harrach getroffen haben soll.

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Das ist jener Harrach, der jetzt zum Kampf gegen die Deutschen aufrief. Marouane S. , ein echter Informatikstudent mit guten Noten, sagt, er sei Harrach nie begegnet. "Ein direktes Kennverhältnis" könne "nicht belegt werden, heißt es in einem Papier des Staatsschutzes, sei aber "aufgrund des Näheverhältnisses" wahrscheinlich.

Marouane S., sei im September observiert worden und dabei sei aufgefallen, dass er "aufmerksam seine Umgebung" auf "mögliche Verfolger" geprüft habe. Es sei ihm einmal sogar gelungen, seine Verfolger abzuschütteln. S. erzählt die Geschichte anders. "Ich habe keine Kontakte zu Harrach. Ich kenne ihn erst" aus dem Internet. Die Beamten hätten sich auffällig benommen.

Unter Muslimen gibt es die Furcht vor dem langen Arm des amerikanischen Geheimdienstes CIA. Marouane S. hatte vor seiner Festnahme die Polizei um Hilfe gebeten. Gegenüber seiner Wohnung würden sich verdächtige Gestalten aufhalten, teilte er den Beamten mit. Das waren die Leute vom Staatsschutz.

Ein Konvertit soll Experte für die allgemeine Terrorlage sein, ein Student gerät vor allem ins Visier, weil sein Bruder einen Islamisten kennen soll. Wer in der falschen Moschee betet, macht sich verdächtig. Es sind aufgeregte Zeiten.

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  1. Zwei Münchner in Polizeigewahrsam
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(SZ vom 02.10.2009/wib)