Oktoberfest 25-Jährige nimmt Pony mit ins Bierzelt

Harte Arbeitsbedingungen, doch das Pony schlägt sich wacker.

(Foto: dpa)

Ein kleines Fotoshooting mit Wiesnbesuchern, anschließend einen kurzen Abstecher in die Bar - dann greift die Polizei ein.

Manche Weisheiten mögen zwar abgedroschen klingen, können aber gar nicht oft genug erwähnt werden. Aktuelles Beispiel: Die Wiesn ist kein Ponyhof. Was sogar kleinen Kindern klar ist, war einer 25-jährigen Frau offenbar nicht bewusst. Sie ist am Montagnachmittag mit ihrem Pony nicht nur über die Wiesn, sondern sogar ins Bierzelt marschiert. Dort gab es erstmal ein Fotoshooting für Tier und Besucher, danach ging es zum Fütterungsstopp an die Theke, dann kam die Polizei. Klingt lustiger, als es war.

Die Frau arbeitet eigentlich bei einer Reitbahn auf dem Oktoberfest, einer jener umstrittenen Attraktionen für Kinder, bei denen Ponys den ganzen Tag im Kreis trotten müssen. Dass das nicht der schönste Job auf der Wiesn und für die Tiere eine Zumutung ist, wurde schon oft kritisiert. Verbieten wollte man (genauer: die CSU) das Ponyreiten trotzdem nicht. Vielleicht hatte die 25-Jährige also nur Mitleid mit dem Tier und wollte es mal ausführen.

Gegen 15 Uhr ging sie mit dem Pony von der Reitbahn in den Biergarten des Schützenzeltes und von dort weiter in die Wilderer Bar. Schon im Biergarten ging das Tier der Polizei zufolge mehrfach durch, scheute und stellte sich auf. Verletzt wurde zum Glück niemand. Obwohl die Frau mehrfach vom Ordnungsdienst aufgefordert wurde, samt Pony wieder zu verschwinden, musste erst noch die Polizei anrücken. Gegen die 25-Jährige wurde Anzeige erstattet, auch ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz wird geprüft.

Dem Pony hat der Ausflug vermutlich viel Aufregung und ein bisschen Abwechslung gebracht. Zurück an die Arbeit musste es trotzdem. Keine Spur von Ponyhof.

Das Oktoberfest ohne Tiere? Unvorstellbar!

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