Auf dem virtuellen Oktoberfest gibt es den Einzug der Wiesnwirte, Musik im Bierzelt und gebrannte Mandeln. Nur der Rausch ist anders als beim Original.
München Ende September, die Theresienwiese ist Niemandsland. Das Riesenrad dreht sich stattdessen auf dem Marienplatz, Menschen drängen sich an den Mandelständen, am Marienhof steht ein Bierzelt. 2009 gibt es nicht nur eine reale Wiesn, sondern auch eine virtuelle (www.echt-muenchen.de).
Auf der virtuellen Wiesn findet der Einzug der Wiesnwirte am Samstag um 20 Uhr statt. (© Foto: oh)
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Die Agentur Futurelab hat die Innenstadt Münchens dreidimensional in der Computerwelt Second Life nachgebaut - und das Oktoberfest darf da natürlich auch nicht fehlen. Allerdings hat das Geld bislang nur für die Altstadt gereicht. Hinter dem Stachus endet die Stadt. Das Oktoberfest wurde deswegen kurzerhand ins Zentrum verlegt.
Im vergangenen Jahr haben immerhin 30.000 Menschen auf der virtuellen Wiesn vorbeigeschaut. Italiener und Australier sind hier allerdings kaum anzutreffen. "Unsere Besucher sind vor allem Amerikaner", sagt Geschäftsführer Stefan Weiß.
"Wegen Überfüllung geschlossen" war das Bierzelt in Second Life noch nie. "Es ist auch ein Zelt für alle Münchner, nicht nur für die Reichen und Prominenten", versichert Weiß.
Bei der virtuellen Wiesn ertönt nicht nur Blasmusik, sondern vor allem Rockmusik. Weiß veranstaltet zur Wiesnzeit mehrere virtuelle Konzerte. Ein realer Musiker singt ins Mikrofon, per Livestream wird dies ins Bierzelt auf Second Life eingespeist, wo ein virtuelles Alter Ego des Musikers auf der Bühne steht. Davor tanzen die Konzertbesucher, die nicht in persona anwesend sind, sondern mit ihren Computerfiguren.
Das virtuelle Oktoberfest beginnt am 19. September um 20 Uhr - mit einem Einzug der Wiesnwirte und dem Anstich. Lislo Mensing, der Bürgermeister des virtuellen Münchens, wird das erste Fass anzapfen und rufen: "Ozapft is'!"
Billiger als die echte Wiesn ist die virtuelle allemal. Die Fahrgeschäfte können kostenlos genutzt werden und das Biertrinken lohnt nicht so recht. Denn wie soll man sich daran virtuell berauschen?
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(sueddeutsche.de/pfau)
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Die neueste Antwort
@ Schindluder.
Mag sein, dass der Wirt in seinem Zelt das Hausrecht hat. Dennoch handelt es sich beim Oktoberfest, das zu einem guten Teil in den Zelten stattfindet, um eine öffentliche Veranstaltung. Und was in den Zelten egschieht, ist zumindest von öffentlichem Interesse. Der Presse dabei verbieten zu wollen, frei zu berichten, ist deshalb höchst bedenklich und meines Dafürhaltens mit demokratischen Prinzipien nich tvereinbar. Und zu diesen Prinzipien gehört z.B. die Gewaltenteilung, in der die Presse den Rang der vierte Gewalt / der Kontrollgewalt einnimmt, sowie die Pressefreiheit.
Es handelt sich beim Oktoberfest wohlgemerkt ja nicht um eine Privatparty in einem Privathaus.
interessiert sich noch irgendwer für SL? ich meine, außer manche Journalisten sowie Mitarbeiten von Medien- und Werbeagenturen...
Das interessiert doch wirklich niemanden. Bekommt die SZ etwa was von SL zugesteckt für solche "Berichte"?
Anders läst sich das immer wiederkehrende Pushen von SL hier in der SZ wohl nicht erklären.
Liebe SZ, setzt Eure Arbeitskraft doch für mehr Themen ein, die die Leser interessieren und recherchiert dort ausführlicher, als solche toten Nachrichten zu bringen!