Fahndung Wer ist der Tote vom Monopteros?

Die Polizei hat ein Foto herausgegeben und bittet um Mithilfe bei der Identifizierung des Toten.

(Foto: Polizei / oh)

Im Sommer ist eine verbrannte Leiche im Englischen Garten entdeckt worden - noch immer sind die Umstände unklar. Das Institut für Rechtsmedizin hat nun jedoch herausgefunden, wie der Mann ausgesehen haben muss und wo er gelebt haben könnte.

Im Juli vergangenen Jahres ist am Monopteros im Englischen Garten eine verbrannte Leiche entdeckt worden. Noch immer ist unklar, wie der Mann zu Tode kam und um wen es sich handelt. Nach umfangreichen Spezialanalysen ist nun jedoch rekonstruiert worden, wie der Tote ausgesehen und wo er gelebt haben könnte. Die Polizei hat nun eine Öffentlichkeitsfahndung eingeleitet, um herauszufinden, was an jenem Sommertag passierte.

Biologische Anthropologen nun am Computer nachgestellt, wie der Mann ausgesehen haben muss. Auch das Gesicht des Toten ist nachgebildet worden. Es soll sich um einen Mann um die 40 Jahre handeln, etwa 1,70 Meter groß und 70 Kilo schwer.

Außerdem ist ein sogenanntes Isotopengutachten gemacht worden. Damit haben die Mediziner herausgefunden, wo der Mann lebte. Demnach ist er am Meer aufgewachsen, bis er etwa 14 Jahre alt war. Er lebte lange Zeit im asiatischen Raum, die Experten halten China für am wahrscheinlichsten. Etwa ein Jahr vor seinem Tod zog der Mann dann offenbar nach Kasachstan. Er muss aber in dieser Zeit mehrmals in München oder zumindest in Deutschland gewesen sein. Dass er Schuhe von der Firma Deichmann, deren Produktion im Jahr 2011 eingestellt worden war, getragen hat, hält die Polizei für ein Indiz dafür.

Eine Isotopenanalyse beruht auf der Grundlage, dass Bioelemente wie Wasserstoff oder Kohlenstoff in der Natur in unterschiedlichen Atomarten, den Isotopen, vorkommen und in den Stoffkreislauf gelangen. Abhängig von der geographischen Situation weisen Lebewesen und Pflanzen daher unterschiedliche Stabilisotopenhäufigkeitsverhältnisse auf.

Die Leiche des Mannes war am 2. Juli 2012 entdeckt worden, sie lag verbrannt in einem Gebüsch. Fest steht, dass der Unbekannte erst an den Folgen des Brandes verstarb und davor noch lebte. Es ist nicht klar, ob der Mann Selbstmord beging oder Opfer eines Gewaltverbrechens wurde.

Personen, die zur Identifizierung beitragen können, sollen such beim Präsidium unter der Telefonnummer 089/2910-0 melden.