Nach dem Rauchverbot für Gaststätten in Bayern kämpft ÖDP-Chef Frankenberger nun für eine rauchfreie Allianz Arena. Sein Vorstoß bringt Fußballfans in Rage.
Sebastian Frankenberger ist Beschimpfungen gewohnt. Auch dieses Mal, drei Tage nachdem der Bundesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) im Internet forderte, der FC Bayern München solle in der Allianz Arena endlich ein Rauchverbot einführen, laufen Fußballfans und Raucher Sturm.
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Dürfen sie bald nicht mehr im Stadion rauchen? Fans des FC Bayern in der Allianz Arena. (© imago)
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"Den Frankenberger sollte man verbieten", erbost sich einer im Bayern-Forum im Internet. Ein anderer Fan postet auf der Facebook-Seite von SZ München: "Irgendwann hört's doch mal auf, die Luft zieht doch ab", und ein anderer meint: "Reicht es Herrn Frankenberger denn nicht, dass er schon aus so ziemlich jedem Bierzelt rausgeworfen wird!?"
Frankenberger ist in Bayern als der Mann bekannt, der vor gut einem Jahr per Volksentscheid das bayernweite Rauchverbot in Gaststätten durchsetzte. Sein erneuter Angriff auf die Raucher im Freistaat begann mit einem Eintrag auf seiner Facebook-Seite: "Viele Stadien in der Bundesliga sind rauchfrei, und auch die letzte WM hatte ein offizielles Rauchverbot. Nur der FCB weigert sich. Man sollte echt mal auf der JHV (der Jahreshauptversammlung, d. Red.) im November einen Antrag stellen."
Frankenberger gibt sich ob des Wirbels gelassen: "Beim Rauchverbot auf dem Oktoberfest war die Aufregung vorher auch groß. Dann hat es aber super funktioniert." Bei manchen findet sein Vorschlag durchaus Zustimmung: "Ich finde das gut, schließlich ist es ein sportliches Event", schreibt ein Anhänger im Internet. Ein anderer: "Denkt mal an die ganzen Nachwuchs-Fans im Stadion."
Frankenberger, der seit 1996 auch Mitglied des FC Bayern ist und eine Jahreskarte für die Südkurve besitzt, sagt: "Die Frage ist doch: Wie glaubwürdig ist dieser Verein?" Auf der einen Seite hätten schon Philipp Lahm und Mehmet Scholl bei Rauchfrei-Kampagnen mitgemacht, andererseits lehne Bayern-Präsident Uli Hoeneß ein Rauchverbot ab - mit knappen Worten: "Kein Bedarf."
Andere Bundesligavereine wie Bayer Leverkusen oder Köln haben längst ein Rauchverbot, dafür tritt auch der DFB ein", sagt Frankenberger. Bei der nächsten Jahreshauptversammlung des FC Bayern im November erwägt er deshalb einen Antrag zu stellen. Der Verein indes verweigert die Stellungnahme. "Wir sagen dazu nichts, sagt Pressesprecher Markus Hörwick.
Von einer rauchfreien Allianz Arena hätte Frankenberger selbst aber gar nichts. "Seit dem Rauchverbot traue ich mich nicht mehr ins Stadion, schon gar nicht in die Südkurve", sagt er.
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(SZ vom 10.09.2011)
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Die neueste Antwort
es ist nicht einzusehen..., das andere Menschen unter IHREM Laster leidet. Passivrauchen ist eben gefährlich. Wer das nicht akzeptieren kann, zeigt offen, das es mit gefühl...für seine Mitmenschen nicht so weit her ist.
Süchtige nehmen nunmal keine Rücksicht.. das ist ja bekannt.
Die EM 2012 ist jedenfalls RAUCHFREI !!!!!!!!!!!
Und keine Sorge.., es gibt noch genügend Möglichkeiten andere Leute vollzustinken.. viele machen das einfach zuhause bei IHren Kindern...andere eben woanders.
Wie lange noch lassen sich das die Bayern noch gefallen? Ein regelrechter Nichtsnutz, wenn man sich seine Biographie anschaut, terrorisiert ein Bundesland nach dem Motto, alles tanzt nach meiner Pfeife. Statt diesen Typ mal zu Arzt zu schicken, denn auch Profilierungssucht ist krankhaft, kommt nun sein nächster Anfall. Man kann nur hoffen, dass Hoeness diesem Spinner die richtige Antwort gibt. Frankenberger sollte es auch einmal mit Arbeit versuchen.
Wenn wieder die überwältigenden Mehrheit von 25 % zustimmt, dann könnte das was werden. Am besten gleich noch Lachverbot und Klatschverbot und Singverbot und Bierverbot und Würstlverbot und Essensverbot und Trinkverbot generell einfordern. 10 % ( die Grünen und ÖDP-ler halt) würden da schon zusammen kommen; das müßte dann reichen.
Ich bin Nichtraucher und auch kein Gegner des Rauchverbots, aber den Wirten die Entscheidung zu überlassen, das hätte mir besser gefallen.
... unseren Sebastian F.? Na dann, Zeit um mal wieder ein wenig populistisch in die Welt zu schreien und absurde, nicht durchsetz- und kontrollierbare Forderungen zu stellen.
Konsequent wäre es den Tabakkonsum vollständig zu verbieten, aber so konsequent ist unser Sebastian nun doch nicht.
für jede rauchfreie Wirtschaft. Wenn diese Belästigung durch Raucher im Biergarten auch noch unterbleiben würde, wäre ich glücklich.
Paging