NSU-Prozess Beate Zschäpe nach Stadelheim verlegt

Die Justizvollzugsanstalt JVA Stadelheim

(Foto: Claus Schunk)

Die Hauptangeklagte des NSU-Prozesses ist in München angekommen: In einem Hubschrauber wurde Beate Zschäpe ins Gefängnis Stadelheim geflogen. Zuvor soll ihr noch erlaubt worden sein, ihre Großmutter zu besuchen.

Gut einen Monat vor Beginn des Mordprozesses wegen der Taten des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) ist die Hauptangeklagte nach München verlegt worden.

Beate Zschäpe wurde am Dienstagnachmittag im Hubschrauber auf das Gelände der Justizvollzugsanstalt Stadelheim geflogen. Entsprechende Informationen der Süddeutschen Zeitung bestätigte die Polizei am Abend. Im dortigen Frauengefängnis sitzt Zschäpe nun weiter in Untersuchungshaft; der Prozess gegen sie beginnt am 17. April am Oberlandesgericht München. Dem NSU werden zehn Morde angelastet; neben dem mutmaßlichen Mitglied Zschäpe werden vier mutmaßliche Unterstützer der Terrorzelle angeklagt.

Zschäpe war bislang in Köln inhaftiert. Nach München kam sie aber aus Gera, wohin sie für zwei Tage verlegt worden war. "Aus familiären Gründen", wie es offiziell heißt. Offenbar wurde ihr so ermöglicht, in Thüringen ihre Großmutter zu besuchen, die als engste Bezugsperson der 38-Jährigen gilt.