Das "Nomiya" in Haidhausen ist in München als bayerischer Japaner bekannt. Es gibt dort Sushi zum Bier. Nett, aber unsere Begeisterung hält sich in Grenzen.
Ein bayerischer Japaner? Was muss man sich unter einem solchen Restaurant vorstellen? Bayerisches Essen, das japanisch angehaucht ist, oder japanische Leckereien unter bayerischem Einfluss? Um das herauszufinden begeben wir uns in die Wörthstraße 7 nach Haidhausen.
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Das Nomiya hat sich in München mittlerweile einen gewissen Ruf als exotisches Lokal erarbeitet. Man hat fast das Gefühl, etwas verpasst zu haben, wenn man bislang noch nie dort zum Essen war.
Wir finden das Restaurant sofort, wegen seiner roten Asien-Lampions ist es kaum zu verfehlen. Betritt man das Lokal, kommt einem als erstes in den Kopf: sehr hell, sehr voll, sehr klein. Da wir reserviert haben, dürfen wir gleich an einen kleinen Tisch in der Ecke Platz nehmen. Gespannt blicken wir auf die Karte und bestellen erstmal ein Bier. Es ist ein Bürgerbräu Hell (2,90 Euro) und wird zu unserer großen Freude in einem Steinkrug serviert.
Wir wählen der Einfachheit halber zwei Menüs: Ein Sushi- und ein Yakitori-Kushiyaki-Menü (17,60 und 16,50 Euro). Als ersten Gang gibt es bei beiden eine Miso-Suppe. Sie schmeckt, wie eine japanische Suppe eben schmeckt. Klare Brühe mit Tofu-Würfeln und Algen, gegessen wird sie mit Stäbchen, die Flüssigkeit schlürft man aus der Schale.
Man kann beim bayerischen Japaner natürlich auch "à la carte" bestellen. Neben den typischen Spezialitäten entdeckt man dort auch "Schweinswürstl auf Spießchen" und Spanferkelbraten mit japanischer Mayonnaise. Das soll - neben dem Bier - anscheinend der bayerische Anteil auf der Speisekarte sein. Sicherheitshalber bleiben wir lieber beim japanischen Angebot.
Auch das Ambiente im Nomiya ist dem Hörensagen nach bayerisch. Uns erinnert das Interieur eher an eine Studentenkneipe: Einfache Holzmöbel, viel zu helle Beleuchtung, man sitzt sehr beengt. Mit den Tischnachbarn kommt man daher schnell ins Gespräch, leider aber nicht mehr weg davon: Zwei ältere Urbayern, die offenbar nur zum Bier trinken gekommen sind, quatschen alle möglichen Gäste an und mischen sich in Gespräche ein. So eine offene Art ist grundsätzlich zu befürworten, nur wenn man dann wieder in Ruhe weiteressen will, wäre es schön, wenn der Gesprächspartner das auch kapiert.
Als zweiten Gang des Menüs haben wir Wurzelspinat mit Sesamsoße und geräucherte Entenbrust gewählt. Auch hier sind wir zufrieden. Vor allem der blanchierte Spinat, eine bekannte japanische Vorspeise, ist gut gelungen, was vor allem an der ausgezeichneten Sesamsoße liegt. Die Entenbrust ist hauchdünn geschnitten und auf Salat serviert. Bei den Getränken probieren wir nun den weißen Hauswein (3,80 Euro für 0,25 l). Er ist duchschnittlich, man kann ihn aber durchaus trinken.
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... mangels eigenem Besuch zwar nichts zu Qualität in diesem Restaurant sagen, aber mir ist schon des öfteren Aufgefallen, dass es in vielen "angesagten" Lokalitäten neben gesalzenen Preisen eigentlich fast nur noch Convenience-Food gibt und billigste Zutaten. Hübsch angerichtet, damit der Gast auch glaubt, es sei die Kohle wert. Daher koche ich vermehrt selbst. Da bin ich im Nachhinein weniger enttäuscht.
Solche Artikel finde ich nicht fair. Es kann ja sein, dass das Essen nicht den eigenen Vorstellungen entspricht und auch das Ambiente nicht die persönlichen Vorlieben widerspiegelt. Aber diese Umstände sogestalt in einen Nebensatz zu packen, dass schlussendlich nur eine Botschaft hängen bleibt, ist keine gute Art. Ich kenne das Etablissement nicht, aber wenn es dort immer voll ist, muss es wohl einen Grund dafür geben. Einen, der sich unserem Kritiker nicht offenbaren wollte. Das zeugt nicht gerade von Sensibilität für sein Metier.
.... schwingt da so etwas wie Sozialneid in diesem Kommentar mit?? Ich lebe NICHT in Haidhausen, bin Herrn Schuster (wer ist das?) nie begegnet, und sein Kontostand is mir auch ziemlich wurscht. Nur seine (Schweins-)Wurscht ist mir nicht wurscht, die schmeckt, auf'm Spießchen oder nicht. Drum gehen wir da auch hin. Und das Sich-selbst-Inszenieren hat der Herr sicherlich auch nicht erfunden, das braucht man in München ja gar nicht erst zu diskutieren....
Endlich eine angemessene Bewertung für das Privatwohnzimmer von Herrn Schuster.
Scheinbar hat er sich den obigen Kommentar schreiben lassen, weil er sich in seiner Eitelkeit verletzt fühlt. Wer sich als Charles ( Schumanns) bzw Kaiser von Haidhausen gerne feiern lässt sollte auch souveraen mit Kritik umgehen können. Sein Lokal ist einfach provinziell und ein Auffangbecken für die Watschengesichter aus Haidhausen.
Ich hoffe Ihnen machen Ihre Selbstinszenierungen auch mit weniger Publikum Spass.
Geld verdienen muss der Herr Schuster auch nich unbedingt mit seinem Lokal, da er ja ein reicher Hausbesitzer in Haidhausen ist.
Hallo Frau Wild,
Zitat aus dem Text: "Die gegrillten Stöckchen schmecken nicht besonders frisch" , naja, man sollte vielleicht nicht die Stöckchen essen, sondern dass, was darauf steckt :-)
Zu Ihrem Artikel bleibt die Frage offen, warum Sie überhaupt ein bayrisch-japanisches Lokal besuchen, wenn Sie von Kulturmix eh nix halten?? Es gibt genug bayrische wie japanische Gaststätten in dieser großen Stadt. WIr besuchen das Nomiya seit über zehn Jahren, und Hype hin oder her, dort isst man BUTTERFISCH !! Und zwar als Vor-, Haupt- und Nachspeise. Nirgends sonst ist er so zart und geschmacklich hervorragend.
Für jemand, der sich berufen fühlt, eine Kritik abzugeben, haben Sie sich nicht sonderlich um ein Für und Wider bemüht. Schade!
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