Zwist am Nockherberg: Zwei Autoren und die Regisseurin des Singspiels treten zurück. Die Brauerei übe zu viel politischen Druck aus.
Zwei Autoren und die Regisseurin des Starkbier-Singspiels treten zurück. Autor Holger Paetz, Co-Autor Uli Bauer und Regisseurin Eva Demmelhuber sagten dem Münchner Merkur, ihnen sei der politische Druck vonseiten der Paulaner Brauerei zu groß geworden. Das Singspiel ist Teil des traditionellen Politiker-Derbleckens, das jedes Jahr in der Paulaner-Brauerei am Nockherberg stattfindet.
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Brauerei-Chef Andreas Steinfatt wies die Vorwürfe zurück: "Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals eine massive oder schlimme Einschränkung von unserer Seite gab." Steinfatt kritisierte, dass die beiden Autoren und die Regisseurin nicht eine Nachbesprechung des diesjährigen Singspiels abgewartet haben.
Das "Derblecken", das am vergangenen Donnerstagabend traditionell im Festsaal der Brauerei stattgefunden hatte, war durchweg positiv aufgenommen worden. Dennoch teilte Autor Paetz, der FDP-Chef Guido Westerwelle spielte, der Brauerei direkt nach Ende der Aufführung mit, dass er nach zwölf Jahren aufhöre.
"Es ist ein offenes Geheimnis: Es gab immer eine Mitsprache der Schörghuber-Holding, der Paulaner-Brauerei und des Fernsehens", sagte er. Demmelhuber betonte: "Man braucht einen breiten Rücken. Aber irgendwann wird es zu viel."
Praetz, Autor und Kabarettist, war vor elf Jahren erstmals als Westerwelle-Double auf dem Nockherberg zu sehen. Bereits ein Jahr später gehörte er zum Autorenteam des Singspiels, zu dem seinerzeit noch Ude-Darsteller Uli Bauer, Franz Messner und Christian Springer (heute Co-Autor der Bußpredigt) zählten. In den letzten Jahren schrieb Paetz das Singspiel alleine, lediglich Uli Bauer steuerte einige Texte bei.
"Das kostet sehr viel Zeit, und es blockiert meine eigenen Projekte", sagte er gegenüber der SZ. Diese will Paetz jetzt wieder in den Vordergrund stellen. Auch als Westerwelle werde er nicht mehr auftreten. "Ich bin komplett raus". Er sagte weiter: "Ich habe heftige Diskussionen miterlebt, und manchmal hat es mich auch genervt, dass dabei so viele Leute mitquatschen."
Paetz' Co-Autor Uli Bauer begann nach der Jazzschule in München seine Bühnenlaufbahn mit dem Revuekabarett "Blackout". Er arbeitet als Kabarettist unter anderem für die Münchner Lach- und Schießgesellschaft, und zeichnet sich ansonsten durch sein Multiltalent aus: Bauer ist Schauspieler, Musiker, Komiker, Sänger, Tänzer, Pantomime, Komponist und Regisseur.
Eva Demmelhuber kommt ursprünglich aus Altötting. Die 52-Jährige ist seit 1984 als feste Freie beim BR als Produzentin und Regisseurin tätig und hat zuvor Musik- Theater und Zeitungswissenschaften studiert.
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(sueddeutsche.de/ddp-bay/sonn/pfau)
Studie zur Beliebtheit der Deutschen
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nach mehr hintergrundinfosist durchaus angebracht, wird aber leider zu selten bedient !!!!
leider wir hier von einigen vergessen, das diese tradtion zwar von paulaner gesponsert und das fernshen diese veranstalltung überträgt, sich aber eben diese aus dem programm raushalten sollten....
es ist wohl leider eine tatsache, das hier zugunsten einer partei manipuliert wird - die randgruppen werden übersehen - frei nach dem motto : ein bisschen darfs weh tun , aber bitte nicht zu sehr...
schade um eine wirkliche bayrische tradtion, wo es in der vergangenheit gelungen war, den politkern ihre sprüche und ihr handeln auf eine derbe, aber auch humoristische art aufzuzeigen - egal von welcher partei!!!
diese sogenannte traditionsveranstalltung ist zum spiegelbild unserer gesellschaft geworden, eine gesellschaft die alles manipuliert.....
schade, schade.....
.....Kontroll-Softie (Zitat2: "mangelndes Vertrauen (d.h. Laufende Überachung)").......!!!! Aber immerhin ist er Bayern2-Hörer, da sind Hopfen und Malz ja noch nicht verloren.
;-))
MfG
Legpatnost
Nun, sind die Herrschaften - und seit wann? - wirklich so naiv?
Oder tun sie nur so, als wüssten sie nicht, was seit jeher gilt: Wes' Brot ich ess, des' Lied ich sing?
Dass die Münchner Brauereien zum Hofstaat der CSU gehören - und umgekehrt -, ist ja wohl doch ein offenes Geheimnis.
Schließlich kann sich auch ein Herrscher mit absolutistischer Machtfülle leichter und mit größer Generosität einen Hofnarren leisten als einer, dessen Thron schon - tatsächlich oder auch nur vermeintlich - wackelt.
Gerade im Interview
- aufgeschaukelter unterschwelliger Druck
- Hängenlassen beim Folgeauftag
- mangelndes Vertrauen (d.h. Laufende Überachung)
- Song über Bänker gestrichen
- konkrete Einflussnahme aufs Spiel
Stimmt schon, ein bißchen mehr undercover hätte die SZ schon recherchieren könnne um uns dann ein bißchen mehr über die Gründe der Rücktritte aufzuklären. So wissen wir nur, dass da irgendwas schief gelaufen ist, aber nicht was.
Paging