Von Dominik Hutter

Nach mühsamem Ringen hat sich die rot-grüne Koalition geeinigt - Das 1,6 Milliarden Euro teure Projekt soll schon 2016 fertig werden. Dennoch bleiben Zweifel an der Finanzierung.

Der Stadtrat drückt beim Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke aufs Tempo. Spätestens 2016, so lautet das mit großer Mehrheit gefasste Votum, müsse der Schienen-Bypass fertig sein - und zwar komplett. Zweifel an dem Projekt und seiner Finanzierbarkeit bleiben allerdings bestehen.

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Wunschlos glücklich, das wurde in der Vollversammlung des Stadtrats deutlich, sind Münchens Kommunalpolitiker noch nicht mit dem rund 1,6 Milliarden Euro teuren Tunnel, den der Freistaat durch den Untergrund treiben will.

Vor allem die Kosteneinsparung, die durch die im Dezember vorgestellte Neuplanung erzielt werden soll, ist für die Vertreter der meisten Parteien nicht recht nachvollziehbar - zumal mit der Tunnelstation am Ostbahnhof ein großes unterirdisches Bauwerk dazukommt.

"Gewisse Zweifel" habe man deshalb noch, sagte SPD-Fraktionsvizin Constanze Lindner-Schädlich, auch wenn man hoffe, dass die Rechnung des Freistaats aufgeht.

Das Plenum verabschiedete dennoch ein klares Bekenntnis zur zweiten Stammstrecke, ohne die der Pendleransturm der Zukunft nicht bewältigt werden könne. Nur der Zeitplan des Freistaats - der Tunnel zwischen Donnersbergerbrücke und Leuchtenbergring soll 2016, der Seitenarm zum Ostbahnhof erst 2020 fertig sein - missfiel den Stadträten ganz gehörig.

Nicht zuletzt mit Blick auf die Olympischen Winterspiele 2018, für die sich München bewerben will, beschloss eine breite Mehrheit auf Anregung von SPD und Grünen, den Fertigstellungstermin auf spätestens 2016 vorzuverlegen. Das Rathaus kann allerdings lediglich Empfehlungen aussprechen. Die zweite Stammstrecke ist ein Projekt von Bund und Freistaat.

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